Ärzte Zeitung, 05.10.2009

Börsenausblick

Sorge um Ende der Staatshilfen

NEU-ISENBURG (th). Mit milliardenschweren Konjunkturpaketen haben die Regierungen der Industrieländer ihre kriselnde Branchen gestützt. Mit Blick auf den näher rückenden Jahreswechsel beschäftigen sich immer mehr Analysten nun mit der Frage, wie Konjunktur und Aktienmärkte reagieren, wenn in den kommenden Monaten viele Hilfspakete auslaufen. Analyst Stefan Scheurer von Allianz Global Investors befürchtet: "Dann fällt eine wichtige Stütze der Erholung weg."

Wie wacklig der Aufschwung ist, zeigten am vergangenen Freitag die enttäuschenden Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, die den Dax um 1,5 Prozent auf 5468 Punkte drückten. Vor diesem Hintergrund favorisieren etliche Anlagestrategen derzeit defensive Titel, deren Kerngeschäft wenig konjunkturabhängig ist. So empfiehlt die französische Großbank Société Générale den Einstieg beim Stromversorger E.ON, der vor einem teilweisen Verkauf seines Stromnetzes steht.

Auch der Pharmamulti Novartis steht nach einer positiven Medikamentenstudie auf der Kaufliste der französischen Bank. Verkaufen sollten Anleger hingegen nach Gerüchten über eine anhaltende Auftragsflaute die Aktien von Siemens, meint die Nord LB.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »