Ärzte Zeitung, 12.01.2010

Neues Protokoll soll Bankkunden schützen

NEU-ISENBURG (reh). Seit Jahresbeginn müssen Banken ihren Kunden ein Beratungsprotokoll aushändigen. Das soll vor allem vor Falschberatung schützen.

Ausgenommen von der neuen Protokollpflicht sind nur Anlageprodukte, die nicht unter das Wertpapierhandelsgesetz fallen, erklärt der Bundesverband deutscher Banken. Das sind zum Beispiel Tages- oder Festgeldanlagen. Ebenfalls kein Protokoll gibt es, wenn Bankkunden Wertpapiere ohne vorherige Beratung kaufen.

Fand die Beratung durch die Bank aber statt - und das gilt auch für telefonische Beratungen - sollte der Kunde unverzüglich ein Protokoll des Geprächs erhalten. Darin muss festgehalten werden, was der Anlass der Beratung war, wie die persönliche Situation des Kunden ist, die Wünsche des Kunden und die von der Bank ausgesprochene Empfehlung.

Die neue Protokollpflicht ist Bestandteil des "Gesetzes zur Neuregelung der Rechtsverhältnisse bei Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen und zur verbesserten Durchsetzbarkeit von Ansprüchen von Anlegern aus Falschberatung" (wir berichteten), dem Bundestag und Bundesrat bereits im Sommer 2009 zugestimmt hatten. Seit Januar ist das Gesetz in Kraft.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »