Ärzte Zeitung, 13.01.2010

Deutsche Wirtschaft 2009 eingebrochen

WIESBADEN (dpa). Die deutsche Wirtschaft ist 2009 so stark abgestürzt wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg. 5,0 Prozent Rückgang beim realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) meldete das Statistische Bundesamt am Mittwoch.

Damit fiel die Rezession mehr als fünfmal so tief aus wie beim bisher stärksten Einbruch 1975 nach der Ölkrise. Damals war ein Minus von 0,9 Prozent verzeichnet worden. 2008 war die deutsche Wirtschaft um 1,3 Prozent gewachsen.
Bereits im Sommer hatte sich das Ende der Rezession angekündigt: Im zweiten Quartal wuchs die deutsche Wirtschaft erstmals seit Anfang 2008 wieder - um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Im dritten Quartal sorgten kräftige Investitionen dank staatlicher Konjunkturprogramme und der wieder anziehende Export für 0,7 Prozent Zuwachs beim realen BIP. Das holte die deutsche Wirtschaft endgültig aus der Rezession. Der Absturz im Gesamtjahr war jedoch nicht mehr zu verhindern.

Für 2010 erwarten Volkswirte, dass die deutsche Konjunktur weiter an Fahrt gewinnen und die Folgen der Krise zunehmend hinter sich lassen wird. Die Wachstumsprognosen reichen von 1,6 Prozent bis 2,3 Prozent.

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