Ärzte Zeitung, 22.03.2010

Biotest bleibt vorsichtig

"Leider musste Biotest 2009 Steuern zahlen", schmunzelt Finanzvorstand Michael Ramroth während der gut besuchten Presse- und Analystenkonferenz am Freitag in Frankfurt am Main. Wegen der auf 34,9 % angezogenen Steuerquote schrumpfte der Nettogewinn (der fortgeführten Geschäftsbereiche) um 2,4 % auf 31,9 Mio. Euro, obwohl Umsatz (+14,1% auf 440,2 Mio. Euro) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (+4,2 % auf 61,5 Mio. Euro) jeweils anzogen. Damit landete der Anbieter von Plasmaproteinen und diagnostischen Erzeugnissen komfortabel über der eigenen Zielvorgabe.

Bisher sei das Geschäftsjahr holprig verlaufen. Laut Ramroth dürfte dies vorerst so bleiben, nimmt doch der Preisdruck gerade in den USA zu. Dennoch dürfte Biotest die Erwartungen (Umsatz +1 bis 5%, Ergebnis vor Zinsen und Steuern stabil) locker toppen, auch weil der Erlös aus dem Verkauf der Diagnostiksparte (ca. 13,4 Mio. Euro) erst 2010 verbucht wird. Momentan wird die Vorzugsaktie an der Börse gerade einmal zum 0,9-fachen des erwarteten 2010er-Umsatzes gehandelt. Anleger sammeln den Nebenwert an schwachen Tagen mit Kauflimit 35,50 Euro ein.

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10401)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »