Direkt zum Inhaltsbereich

Anlagen-Kolumne

Tauziehen zwischen Kurschancen und Währungsrisiken

Wer in US-Aktien anlegt, für den bleibt es spannend. Schaffen es die USA tatsächlich, ihren Export zu steigern, könnten einige Aktienwerte profitieren.

Von Jens Ehrhardt Veröffentlicht:

US-Präsident Obama verkündete jüngst sein ehrgeiziges Ziel, das Exportvolumen amerikanischer Unternehmen innerhalb von fünf Jahre zu verdoppeln. In diesem Zusammenhang rief er dazu auf, praktisch alle denkbaren Maßnahmen zu ergreifen.

Tatsächlich wäre eine Steigerung des Exportvolumens ein wesentlicher Baustein zur Gesundung der US-Wirtschaft. Glaubt man den Ankündungen des US-Präsidenten, könnte dies durchaus dem amerikanischen Aktienmarkt und insbesondere US-Exportwerten zugute kommen.

In der Theorie ließe sich der US-Export dadurch beleben, dass man die Qualität der angebotenen Waren und Dienstleistungen steigert. Früher vorhandene Qualitätsvorsprünge haben die US-Unternehmen allerdings in den vergangenen Jahren kontinuierlich eingebüßt, und es ist nicht damit zu rechnen, dass man kurz- bis mittelfristig die Wettbewerbsposition durch Qualitätssteigerungen verbessern kann.

In der Theorie sind drei Szenarien möglich

Eine andere Möglichkeit wäre, dass man die Produkte im Ausland zu niedrigeren Preisen anbietet. Vor dem Hintergrund schlechter Rentabilitätskennzahlen fehlt allerdings den meisten Unternehmen jeglicher Spielraum für Preissenkungen.

Als letzten Ausweg werden die Amerikaner voraussichtlich versuchen, über eine gezielte Politik der Inflationserhöhung und der Dollarabschwächung ihre Wirtschaft und den Export zu stimulieren. Mit gezielter Inflations- und Dollarabwertungspolitik wird man nominell in den USA bessere Zahlen als in Europa erwirtschaften können, was möglicherweise dem amerikanischen Aktienmarkt zugute kommen könnte.

Zusammenfassend könnten US-Aktien und insbesondere US-Exportwerte vorübergehend durchaus von weiteren Stimulierungsmaßnahmen der amerikanischen Notenbank profitieren.

Anleger aus Europa sichern ihre US-Bestände besser ab

Als Anleger mit Euro-Hintergrund ist man gut beraten, wenn man jegliche Bestände in US-Aktien währungsmäßig absichert. So zeigen die längerfristigen Charts, dass die jüngste Aufwertung des Dollar gegenüber dem Euro nur eine Korrektur der US-Währung im Abwärtstrend war. Kursgewinne in US-Aktien könnten daher bei fehlender Währungssicherung durch Dollar-Verluste aufgezehrt werden.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Warum das Altersvorsorgedepot ein Quantensprung ist

Depots resilienter aufstellen

Aktienmarkt: Breite Streuung gegen gestörte Lieferketten

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Alle Diabetes-Patienten gegen Herpes zoster impfen?

Euglykämische diabetische Ketoazidose

Kasuistik: Seltene Nebenwirkung unter SGLT2-Hemmern

Lesetipps
Illustration eines molekularen Modells von Messenger RNA.

© Dr_Microbe / Getty Images / iStock

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

Ein Mann niest und putzt sich die Nase.

© Dragana Gordic / stock.adobe.com

Kasuistik

Plötzliche Niesanfälle bringen Mann in Lebensgefahr

Auch 2024 war die Sterblichkeit durch Herzerkrankungen in Deutschland insgesamt erneut leicht rückläufig

© Rosi / stock.adobe.com / Generated with AI

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin