Ärzte Zeitung, 06.09.2010

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SAP streift die trüben Aussichten für die Zukunft ab

Wenn strategische Sackgassen drohen, hilft meist nur der Eintritt in neue Märkte. Das SAP-Management sieht das wohl ebenso und hatte im Frühjahr die Übernahme der amerikanischen Sybase angekündigt. Inzwischen ist der rund 5,8 Mrd. US-Dollar schwere Deal abgeschlossen. Mit der neuen Tochter wollen die Walldorfer nun vor allem in das Segment der mobilen Endgeräte vorstoßen, dem Beobachter deutlich mehr Wachstumspotenzial als dem Kerngeschäft zubilligen.

Das alleine ist kein Grund, die SAP-Aktie zu kaufen. Vielmehr läuft nun auch das operative Geschäft wieder besser, die Kunden blicken optimistischer in die Zukunft. Nach den guten Halbjahreszahlen liegt der Konsens für das Ergebnis je Aktie bei etwa 2,15 Euro. Diese Schätzungen dürften zu konservativ sein und lassen noch Luft nach oben. Zudem hat das Papier zuletzt verloren und verharrt nun unter der 35-Euro-Marke. In diesem Bereich hatten sich bereits 2007, 2008 und im Mai dieses Jahres markante Wendepunkte ausgebildet. Erfahrene Investoren kaufen daher zum aktuellen Kurs.

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