Ärzte Zeitung, 07.03.2011

Anlagen-Kolumne

Die Weltwirtschaft steht vor einem Wachstumsschub

Höhere Pro-Kopf-Einkommen - weltweit - und höherer Konsum, so sieht die Zukunft aus. Davon profitieren vor allem Aktien.

Von Gottfried Urban

Die Weltwirtschaft steht vor einem Wachstumsschub

Wegfallende Handelsbarrieren, rapide sinkende Transport- und Kommunikationskosten, stark verbesserte Bildungs- und Gesundheitsstandards und die stetig steigende Zahl von Konsumenten werden uns weiter starkes Wirtschaftswachstums bescheren. Der Gewinner dieser Entwicklung: die Aktie. Denn mit steigendem Wohlstand steigt auch die Nachfrage nach Konsumgütern und Dienstleistungen.

Der globale Handel ist erst seit wenigen Jahren wirklich effizient umsetzbar. Wir erleben gerade, wie die Globalisierung immer bessere Rahmenbedingungen vorfindet. Eine wichtige Voraussetzung war die Erfindung des Internets.

Vor 80 Jahren kostete ein transatlantisches Dreiminutentelefonat etwa 230 US-Dollar, heute ist das kostenlos. Vor fünfzehn Jahren waren viele Länder noch offline, seit einigen Jahren merken wir, dass die ganze Welt online ist. Die Auswirkungen für eine wissensbasierte Ökonomie sind enorm.

Weltweit haben die meisten Staaten zudem erkannt, dass eine Investition in Bildung das Angebot an Ideen und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Weltweit steigt die Zahl von Ingenieuren und Wissenschaftlern. Viele Einsteins, die aus Afrika oder anderen entlegenen Regionen der Welt kommen, werden zu einer Ideenexplosion führen.

Heutzutage kann eine gute Geschäftsidee schnell über das WorldWideWeb umgesetzt werden. Technologiesprünge werden deutliche Wachstumsschübe auslösen.

Die Transportkosten pro Wareneinheit sind in den letzten 70 Jahren um über 75 Prozent gefallen, trotz stark gestiegener Energiekosten. Steigender Konsum und effizienterer Handel dynamisieren das Weltwirtschaftswachstum zusehends. Erstmalig konnte so etwa jede Region auf der Welt, auch die Wirtschaft des afrikanischen Kontinents, in den letzten 10 Jahren wachsen.

Im Jahr 2050 werden neun Milliarden Menschen ein Jahreseinkommen von 35.000 US-Dollar (indexiert) pro Kopf erwirtschaften (aktuell verdient die Welt 8500 US-Dollar pro Kopf). Natürlich wird es große Unterschiede geben und die Aktienmärkte auf dem Weg nach oben mit großen Schwankungen vorankommen.

Auch die Errungenschaften eines hoch entwickelten Wirtschaftssystems bewahren uns nicht vor grundlegenden Systemkrisen. Aber letztendlich können politische oder andere Störfeuer immer nur von vorübergehender Natur sein und den aktuellen Langfristtrend nicht aufhalten.

Wer Schwankungen akzeptiert, sollte in den nächsten 10 Jahren mit den richtigen Aktienfonds sehr gut verdienen können, mehr als mit jeder anderen Anlageklasse, auch wenn man dies nach den Ereignissen der letzten 10 Jahre nicht für möglich hält.

Eine Generationschance für Aktienanleger steht uns bevor, große Schwankungen nicht ausgeschlossen. Auf diese Art lässt sich ein Substanzschutz erreichen, der mit dem von Gold und Immobilien vergleichbar ist, aber zusätzlich laufende Erträge und hohe Liquidität generiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »