Ärzte Zeitung, 15.01.2012

2012 lockt Anleger wieder an die Börse

2011 war für Anleger ein verkorkstes Jahr. Die Schuldenkrise in Europa und wachsende Konjunktur-Sorgen verdarben Investoren die Kurse. Doch der nächste Aufschwung kommt bestimmt.

Von Frank Mahlmeister

2012 lockt Anleger wieder an die Börse

Anleger, die vom nächsten Aufschwung profitieren wollen, sollten den Vorlauf der Börse nutzen.

© tom / fotolia.com

FRANKFURT/MAIN. Die Börse gilt seit jeher als feinfühliges Konjunktur-Barometer. Mit einem Abstand von in der Regel etwa sechs Monaten läuft der Aktienmarkt dem Konjunkturverlauf voraus.

Doch wie die meisten anderen Frühindikatoren, hat auch der Dax als Konjunktur-Vorbote seine Tücken. Hängt das Wohl und Wehe am Aktienmarkt doch nicht nur von Wachstums- und Gewinnerwartungen ab.

Naturkatastrophen wie das verheerende Erdbeben in Japan im Frühjahr 2011 oder unerwartete politische Entwicklungen wie der deutsche Atomausstieg nach der Reaktorschmelze in Fukushima und die Unruhen in arabischen Öl-Regionen können den langfristigen Trend am Aktienmarkt zeitweilig überlagern.

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Seit Mitte 2007 steht die Börse zudem unter dem prägenden Einfluss der Finanzmarktkrise, die seit dem Frühjahr 2010 in Gestalt der europäischen Staatsschuldenkrise in unregelmäßigen Abständen für heftige Kurseruptionen sorgt.

Zugleich droht die Schuldenkrise die weltweite Konjunkturerholung abzuschnüren, nicht zuletzt auch in Deutschland.

Frostiges Winterhalbjahr

Der Einbruch am Aktienmarkt im vergangenen August war denn auch das Ergebnis eines explosiven Gemischs aus der sich dramatisch zugespitzten Schuldenkrise und einer Eintrübung der Konjunkturaussichten.

Tatsächlich deutet alles darauf hin, dass der Wirtschaft ein frostiges Winterhalbjahr bevorsteht und auch in Deutschland ein kurzzeitiges Abdriften in die Rezession keineswegs ausgeschlossen ist. In der aktuellen PLATOW Prognose wird für 2012 nur noch ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent in Deutschland erwartet.

Das ist kaum mehr als Stagnation. Doch gerade in diesen eher trüben Aussichten dürfte bereits der Keim für den nächsten Aufschwung am Aktienmarkt liegen.

Gelingt es der Politik und der EZB, die Staatsschuldenkrise spürbar zu entschärfen und eine erneute Bankenkrise abzuwenden, werden sich auch die weltweiten Konjunkturaussichten bald wieder aufhellen.

Mit der geldpolitischen Rücken deckung der EZB haben die europäischen Staats- und Regierungschefs auf ihren zahlreichen Gipfeltreffen die Weichen gestellt, um das auf Schulden gebaute europäische Haus auf einen solideren Grund zu setzen.

Nicht lange zögern

Diese Maßnahmen wirken nicht von heute auf morgen. Aber sie sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Europa mittelfristig wieder auf den Wachstumspfad zurückfindet. Bleiben weitere unvorhergesehene Schocks aus, könnte die Konjunktur spätestens im dritten Quartal wieder anspringen.

Anleger, die vom nächsten Aufschwung profitieren wollen, sollten denn auch nicht zu lange zögern und den Vorlauf der Börse für den Einstieg nutzen. Zu den Gewinnern der erwarteten Konjunkturerholung sollte auch der Maschinenbauer Dürr (DE0005565204) gehören.

Das SDAX-Unternehmen sitzt auf einem dicken Auftragspolster, mit dem sich auch eine etwas längere Durststrecke gut überstehen lässt. Ebenfalls auf der PLATOW-Favoritenliste für 2012 befindet sich der im MDAX gelistete Automobilzulieferer Leoni (DE0005408884).

Der Sportartikelhersteller Adidas (DE000A1EWWW0) kann zudem mit der Fußball-EM sowie den Olympischen Spielen noch auf eine doppelte Sonderkonjunktur hoffen.

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