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Kommentar zu Versorgungswerken

Debatten um Altersrente

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Die Suche nach größtmöglicher Generationengerechtigkeit prägt viele gesellschaftliche Debatten. Besonders virulent ist sie, wenn es um die sozialen Sicherungssysteme geht.

Nicht nur in der gesetzlichen Rentenversicherung wird um gerechte Lösungen gerungen, auch die berufsständischen Versorgungswerke müssen sich der Herausforderung stellen und den sich ändernden Rahmenbedingungen anpassen.

Das Beispiel der Nordrheinischen Ärzteversorgung (NÄV) zeigt, dass dies nicht immer leicht ist. Vor fünf Jahren hatte die nordrheinische Kammerversammlung ein Verfahren beschlossen, mit dem die NÄV auf den erhöhten Finanzbedarf durch die längere Lebenserwartung von Ärzten reagiert hat.

Das Konzept sollte die Belastung möglichst gleich auf alle Ärztegenerationen verteilen. Obwohl eine kleine Gruppe von Ärzten den ihr zugedachten Beitrag noch nicht geleistet hat, wird die Systematik jetzt beendet - aus Angst vor den unabsehbaren Folgen einer möglichen Klage.

Auch wenn die Lösung faktisch richtig ist, kann sie nicht jeden befriedigen. Es zeigt sich: Eine von allen als gerecht empfundene Lösung wird es in einer so zentralen Frage wie der Rente kaum geben, egal, ob im gesetzlichen oder im berufsständischen System.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Rentenanpassung: Alter spielt keine Rolle mehr

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