Ärzte Zeitung, 10.12.2012

Lebensversicherung

Verzinsung rutscht unter vier Prozent

KÖLN. Die Allianz Lebensversicherung hat die laufende Verzinsung für Kunden mit einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung von 4 Prozent im Jahr 2012 auf 3,6 Prozent für 2013 gesenkt.

Einschließlich Schlussüberschuss und Beteiligung an den stillen Reserven schreibt die Allianz Leben ihren Kunden 4,2 Prozent gut.

Viele Gesellschaften orientieren sich bei der Festsetzung der Überschussbeteiligung an dem Marktführer. Beobachter erwarten, dass viele Unternehmen der Allianz folgen und die laufende Überschussbeteiligung branchenweit unter 4 Prozent fallen wird.

Die Ergo Leben hat die laufende Verzinsung sogar um 0,6 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent, die Victoria Leben um 0,5 Prozentpunkte auf 3 Prozent gesenkt.

"Bei der Altersvorsorge zählt nachhaltige Sicherheit mehr als kurzfristige Renditeversprechen", begründete Ergo den Schritt.

Anhaltend niedrige Zinsen machen Gesellschaften zu schaffen

Lebensversicherer legen jeweils im Herbst die Überschussbeteiligung für das kommende Jahr fest. Grund für die seit Jahren sinkende Verzinsung der Kundenguthaben sind die anhaltend niedrigen Zinsen, die den Gesellschaften zu schaffen machen.

Teil der Überschussbeteiligung ist die garantierte Verzinsung, die für die gesamte Laufzeit gilt. Bei älteren Verträgen liegt sie bei bis zu 4 Prozent.

Haben Ärzte einen Vertrag mit einer so hohen Garantieverzinsung, muss der Versicherer sie ihnen auch gewähren. (akr)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »