Ärzte Zeitung App, 19.12.2013

Anlagen-Kolumne

Gold nur noch als Beimischung

Anleger profitieren derzeit vor allem von Aktien oder Anleihen. Ein Gold-Investment lohnt sich nur als kleine Beimischung zum Depot.

Von Gottfried Urban

Gold nur noch als Beimischung

Absicherungen gegen die Euro- und Staatsschuldenkrise zeigten in diesem Jahr eine schwächere Performance. Das gilt für Fremdwährungsanlagen und auch für Gold. Gold als ultimative Ersatzwährung wird wohl das schlechteste Jahr seit über 30 Jahren erleben.

Ein Zeichen für das Ende der Goldhausse? Zumindest bleibt die wichtigste Erkenntnis: Es ist nicht möglich, die Preisrichtung von Edelmetallen fundamental zu prognostizieren.

Bei Währungen helfen wenigstens noch Anhaltspunkte wie Kaufkraftparität oder Attraktivitätsunterschiede über die Zinsseite. Während erstere ein langfristig brauchbarer Indikator ist, wirkt die Veränderung der Zinssätze oftmals kurzfristig.

Eine erhöhte Währungsnachfrage kann auch durch Warenströme zwischen Ländern oder durch große Vermögensverschiebungen ausgelöst werden.

Aktien langfristige Kapitalanlage Nummer eins

Die Geldpolitik muss stimulierend bleiben, fordert die OECD mit Blick auf sämtliche Industriestaaten. Gerade für die Eurozone sei die Nullzinspolitik noch auf längere Sicht vonnöten.

Während die Europäische Zentralbank sogar über Negativzinsen nachdenkt, lotet man in den USA den Zeitpunkt der Änderung von einer ultralockeren Geldpolitik hin zu einer lockeren Geldpolitik aus.

Vorsichtiger kann man fast nicht agieren. Eines aber ist sicher: Wenn die Notenbank leicht vom Gas geht, dann verträgt das sowohl die Finanzwelt als auch die amerikanische Wirtschaft.

Aber wie geht es insgesamt weiter? Gold bleibt stark angeschlagen und ist noch kein Kauf - nur Kleinigkeiten für alle Eventualitäten. Gänzlich ungeeignet für den Privatanleger bleiben Rohstoffinvestments.

Aktien und gerade europäische Aktien bleiben für die langfristige Kapitalanlage die Nummer eins. Der risikolose Zins bleibt unter der Inflation, deshalb empfehlen sich Anleihen im Hochzinsbereich zur Beimischung - allerdings nur mit kurzen Laufzeiten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »