Anlagen-Kolumne

Gute Chance für bessere Einstiegskurse

Von Jens Ehrhardt Veröffentlicht:

Neue Dax-Rekordstände, wie wir sie dieser Tage erleben, sind aus Sicht des vorsichtigen Börsianers, der antizyklisch kauft und Momente abwartet, in denen Aktien günstig zu haben sind, weil sie niemand kaufen will, ein Warnsignal.

Zwar herrscht in USA und Deutschland große Konjunkturzuversicht. Und die Prognosen für das Wirtschaftswachstum sind auch nicht maßlos zu hoch. Doch Sicherheit und Einheitlichkeit des Konsenses sind schon erstaunlich. Es gibt kaum Zweifel, dass die USA 3,0 Prozent und Europa 1,0 Prozent Wachstum dieses Jahr nicht erreichen.

Europa ist derzeit der beliebteste Markt, was dank wirtschaftlicher Stabilisierung und günstiger Bewertungen auch begründet ist. US-Aktien werden allgemein als hoch bewertet, aber nicht als maximal ausgereizt eingeschätzt. Angesichts der einfachen Überlegung, dass der US-Markt seit über einem Jahr nicht mehr an seinen 200-Tage gleitenden Durchschnitt zurückgefallen ist, besteht durchaus Korrekturpotenzial.

Eine so lange, ununterbrochene Aufwärtsbewegung gab es seit 15 Jahren nicht mehr. Der Aufwärtstrend 2013 war so geradlinig und ohne signifikante Rückschläge, dass es nicht verwunderlich wäre, wenn es wenigstens eine Korrektur um sieben Prozent gäbe. Das wäre der Abstand zur 200-Tage-Linie. In Deutschland beträgt dieser Abstand elf Prozent.

Zwei Börsenregeln aus dem Reich der Statistik sprechen ebenfalls gegen eine anhaltend sorgenfreie Aktienentwicklung. Erstens der Januar-Indikator, wonach die Positionierung der Anleger zu Jahresbeginn indikativ für den weiteren Börsenverlauf ist.

Da es in den USA beim Start in den Monat ordentlich holperte, sollte es nicht wundern, wenn das Börsenjahr weniger reibungslos verläuft. Und gemäß dem Präsidentschaftszyklus sind die Jahre der zweiten Amtszeit empirisch eher schwach. Fazit: Mit etwas Geduld sind sehr wahrscheinlich im Jahresverlauf bessere Einstiegskurse möglich als jetzt.

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