Ärzte Zeitung, 16.03.2015

Anlagen-Kolumne

Dividende ist derzeit das Anlage-Indiz

Jens Ehrhardt

Der Wert eines Unternehmens lässt sich - grundsätzlich gedacht - auf das Cash reduzieren, das dem Aktionär im Laufe des Unternehmenslebens früher oder später zurückbezahlt werden kann. Dividendenstrategien setzen auf diese ursprüngliche Überlegung .

Zwar sind auch sie bestrebt, die Kursgewinne zu maximieren, aber sie spekulieren nicht primär auf Kursbewegungen, sondern berücksichtigen die Tatsache, dass über längere Zeiträume betrachtet etwa die Hälfte der Gesamtrendite, die mit Aktien zu erzielen ist, von der reinvestierten Dividendenrendite stammt.

Der Vergleich der jährlichen Performance von MSCI-World-Unternehmen nach Dividendenkriterien zeigt deutliche Unterschiede.

In den zurückliegenden 20 Jahren haben 11,1 Prozent der Unternehmen für steigende Dividende gesorgt, 6,5 Prozent hatten eine konstante Dividende und 2,6 Prozent verringerten die Ausschüttung an ihre Eigner sogar.

Ziel einer Dividendenstrategie ist es, diejenigen Unternehmen ex ante zu identifizieren, die in der Lage sind, ihre Dividende nachhaltig zu steigern.

Derzeit stehen Dividendenzahlungen in der Anlegergunst so hoch wie nie zuvor. Denn in Zeiten von Negativzinsen und Nullverzinsung für Staatsanleihen ist die durchschnittliche Dividendenrendite von drei Prozent, die sich in Europa erzielen lässt, immer noch interessant.

 Auch verglichen mit Unternehmensanleihen sind Dividendentitel die attraktivere Anlage. Solange die Niedrigzinsphase anhält, wird auch die Nachfrage nach Dividendenaktien anhalten.

Fazit: Statt einer Sektor- und Länderallokation können Anleger gezielt nach Dividendenaktien/-fonds Ausschau halten.

Nachdem konservative und anleiheähnliche Dividendenaktien bisher in der Gunst ganz oben standen, könnten demnächst, wenn sich das Wachstum in Europa festigt, zyklischere Dividendenaktien in den Fokus geraten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »