Ärzte Zeitung, 18.08.2015

Erbrecht

Neue EU-Verordnung bringt nicht nur Vorteile

NEU-ISENBURG. Seit dem 17. August ist die neue Europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO, Nr. 650/2012) in Kraft. Sie regelt, welches nationale Erbrecht anzuwenden ist, wenn sich der Nachlass aus Vermögen zusammensetzt, das sich in mehreren EU-Staaten befindet.

Damit sollen vorrangig Nachlassverfahren beschleunigt werden, denn künftig unterliegt der gesamte Nachlass dem Erbrecht des Landes, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Das Ferienhaus in Südfrankreich muss also nicht mehr nach französischem Recht vererbt werden.

Aber die Verordnung birgt auch Risiken, da es in den anderen Ländern teils erhebliche Abweichungen zum deutschen Erbrecht und damit auch zu einer gewollten Erbquote geben kann. Erblasser können aber mit einem Testament vorbeugen. (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »