Ärzte Zeitung, 13.06.2016

IHK

Kritik an Fusionsplänen der Deutschen Börse

FRANKFURT/MAIN. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt hat massive Bedenken gegen die angestrebte Fusion der Deutschen Börse mit der Londoner LSE.

Es sei zu erwarten, "dass die außerhalb des Einflussbereiches der deutschen Börsenaufsicht agierende Holdingleitung in England Entscheidungen trifft, die die im Allgemeininteresse wahrzunehmende Funktion der Börse in Frankfurt nicht ausreichend berücksichtigen oder ihr gar zuwiderlaufen", warnte die IHK am Freitag.

"Dies könnte nicht nur zur Schwächung des größten inländischen Finanzplatzes in der Mainmetropole, sondern zum Nachteil der gesamten deutschen Wirtschaft führen", heißt es weiter zu dem Vorhaben. Deutsche Börse und London Stock Exchange (LSE) streben ein Gemeinschaftsunternehmen mit rechtlichem Sitz in London an.

Das operative Geschäft soll wie bisher von den beiden Zentralen in Eschborn bei Frankfurt sowie London gesteuert werden. Die bisher bekannt gewordenen Einzelheiten ließen Zweifel aufkommen, ob ein Börsenbetrieb in Frankfurt auf Dauer "ungehindert und frei vom Einfluss anderer Interessen" gewährleistet sei, meint die IHK. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

"GOÄ-Novelle bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »