Ärzte Zeitung, 25.03.2011

Kassen kritisieren Igeln der Ärzte

Kassen kritisieren Igeln der Ärzte

Dr. Doris Pfeiffer

© imago

BERLIN (sun). Kassen haben massiv IGeL-Leistungen in Praxen kritisiert. Sie werfen Ärzten unseriöses Verhalten und Gewinnstreben vor. "Die Ärzte bieten individuelle Gesundheitsleistungen an, weil sie offenbar meinen, dass sie nicht genug verdienen", sagte GKV-Spitzenverbandschefin Doris Pfeiffer der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe).

Dahinter stehen ihrer Meinung nach "klare ökonomische Motive". Bei den Verkaufsgründen müsse sie immer "an Haustürgeschäfte durch Staubsaugervertreter denken", betonte Pfeiffer.

Viele Leute würden "leicht überrumpelt oder verunsichert". Sie kauften etwas, was sie eigentlich nicht bräuchten. "Wenn diese Leistungen medizinisch notwendig wären, würden sie von den Kassen bezahlt", so Pfeiffer. Patienten sollten "genau nachfragen, was ihnen verkauft" werde.

Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK erreicht das Marktvolumen für IGeL mittlerweile 1,5 Milliarden Euro.

Topics
Schlagworte
IGeL (2023)
Organisationen
AOK (6954)
Personen
Doris Pfeiffer (292)
[03.04.2011, 07:59:26]
Dr. Reiner Blessing 
Selten habe ich so einen Schafsmist gelesen, Frau Pfeiffer
Medizinisch Notwendiges wird von den Krankenkassen nur im Krankenhaus bezahlt. Im ambulanten Bereich hat die Krankenkasse den Patienten ausgelagert (outsourcing) zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »