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Kommentar

Paternalistischer Anspruch

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Die gesetzliche Krankenversicherung ist für Patienten keine Gesundheits-Vollkasko. Nicht alle Leistungen werden bezahlt, sondern nur diejenigen, die von der Selbstverwaltung als notwendig, ausreichend und wirtschaftlich beurteilt worden sind.

Gerade Krankenkassen wollen aber Patienten auch immer wieder davor schützen, Leistungen in Anspruch zu nehmen, die sie selbst für überflüssig halten. Eine der Ursachen dafür ist sicherlich der teilweise unsensible Umgang mancher Ärzte mit diesem Thema - zum Beispiel, wenn sie Patienten IGeL geradezu aufdrängen.

Dem wollen die Kassen jetzt auf zwei Wegen entgegensteuern: Sie fordern, über das Patientenrechtegesetz eine Einwilligungsfrist von 24 Stunden zu fixieren. Das machen seriös auftretende Ärzte meist auch jetzt schon.

Neu ist eine Art Nutzenbewertung bestimmter Selbstzahlerleistungen im Internet. Ob gerade die Krankenkassen allerdings der richtige Schiedsrichter für die Beurteilung der Qualität von IGeL sind, darf bezweifelt werden. Der paternalistische Anspruch, für Patienten zu entscheiden, was gut für sie ist, könnte bei diesen am Ende nur zu mehr Verwirrung führen.

Lesen Sie dazu auch: Kassen finden viele IGeL bedenklich

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 26.01.201200:54 Uhr

IGeL - Hit oder Niete?

Unter
• www.igel-monitor.de
können alle Leserinnen und Leser der Ärzte Zeitung selbst entscheiden, wie interessegeleitet, irreführend und lückenhaft die Nutzenbewertungen von IGeL-Selbstzahlerleistungen im Internet durch den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen bzw. seinen MDK sind.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

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