Ärzte Zeitung, 11.06.2013

Kommentar zur Betriebsmedizin

Chance für Freiberufler

Von Matthias Wallenfels

Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) rührt mal wieder fleißig die Werbetrommel für betriebsmedizinische Leistungen im Allgemeinen und die Prävention durch die Werksärzte im Speziellen.

Die Unternehmen, so das Credo, sollten noch mehr tun, um innerhalb der Belegschaft die betrieblichen Vorsorgeangebote bekannter zu machen - und damit deren Nachfrage zu steigern.

Die physische und psychische Gesunderhaltung ihrer Belegschaft liegt dabei im Eigeninteresse der Arbeitgeber. Schließlich sind krankheitsbedingte Produktionsausfälle des Humankapitals teurer als die Aufwendungen für die betriebsmedizinische Vorsorge.

Das heißt für niedergelassene Ärzte, dass sich hier ein großes Potenzial an betriebsmedizinischen Präventionsangeboten auf Selbstzahlerbasis - die Firmen begleichen hierbei die Rechnung für ihre Mitarbeiter - auftut.

Hier können sie aktiv auf Firmen - vor allem aus den Reihen der kleinen und mittleren Unternehmen - zugehen und ihr Leistungsspektrum unterbreiten.

Um im Ernstfall haftungsrechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollten sich niedergelassene Ärzte allerdings auf die Prävention fokussieren, die keine Qualifikation als Betriebsmediziner erfordern.

Lesen Sie dazu auch:
Prävention im Betrieb: Eine Chance für IGeL-Praxen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »