Ärzte Zeitung online, 01.08.2013

Leitartikel

Labor - Retter Prävention?

Seit April müssen Vertragsärzte Einbußen beim Wirtschaftlichkeitsbonus hinnehmen, da sie Ausnahmekennziffern bei Laborleistungen verwenden müssen. Umsatzverluste lassen sich aber durch verstärktes Anbieten von Präventionsleistungen ausgleichen. Dabei muss nicht alles auf IGeL-Basis erfolgen.

Von Matthias Wallenfels

Prävention - Helfer in der Not

Prävention auf Kasse - hier bieten sich Ärzten viele Ansatzpunkte an.

© Lisa F. Young/shutterstock

Sind Laborleistungen unter den gegenwärtigen Abrechnungsbedingungen auf EBM-Basis zum Defizitgeschäft mutiert? Wie können Einkommensverluste aus dem Laborbereich durch andere Kassenleistungen oder IGeL kompensiert werden?

Fragen, die viele niedergelassene Vertragsärzte in Einzelpraxen wie Berufsausübungsgemeinschaften beschäftigt - zu Recht.

Denn seit dem zweiten Quartal dieses Jahres sind sie mit den Folgen der EBM-Änderungen konfrontiert, die die Laborleistungen betreffen.

So wird seit diesem Zeitpunkt für Fälle mit den - obligaten - Ausnahmekennziffern (32005 - 32023) kein Wirtschaftlichkeitsbonus (32001) mehr gewährt. Zudem wurde für die Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus und der Laborbudgets vom Arztfall auf den Behandlungsfall umgestellt.

Letzteres trifft die Berufsausübungsgemeinschaften. Wie sich die Änderungen auf den Niedergelassenenbereich auswirken, hat der Labordienstleister Bioscientia exemplarisch errechnet.

Demnach reduziere sich der Wirtschaftlichkeitsbonus in einer Einzelpraxis mit 1000 Scheinen im Schnitt um 340 Euro je Quartal. Die Laborbudgets verbleiben allerdings auf unverändertem Niveau, so dass nach Ansicht von Bioscientia keine Drosselung bei den Laboraktivitäten erforderlich ist.

Außerhalb der Einzelpraxen mache sich der Verlust beim Wirtschaftlichkeitsbonus stärker bemerkbar...

Jetzt gleich lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

"GOÄ-Novelle bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »