Ärzte Zeitung App, 06.11.2014

Neue Medien

Apotheken werden digitaler

Welche Bedeutung online-basierte Kommunikation für Apotheken hat, wollte die Agentur MSL Germany wissen.

NEU-ISENBURG. Fast 80 Prozent der Apotheker nutzen das Internet mindestens einmal am Tag für berufliche Zwecke. Dabei kommen hauptsächlich PC oder Laptops zum Einsatz (78 Prozent), Tablets scheinen unter den Offizinbetreibern noch nicht weit verbreitet zu sein.

Allerdings werden private Smartphones für die berufliche Recherche von über der Hälfte genutzt: Bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 72 Prozent. Dies geht aus der MSL-Gesundheitsstudie 2014, der Kommunikationsberatung MSL Germany, hervor. Gemeinsam mit dem Marktforscher Skopos hat MSL Germany repräsentativ 102 Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTAs) befragt und Interviews mit zehn Apotheken geführt.

Apps und Tablets in Beratung integrieren

Mehr als ein Drittel der Befragten würden Online-Angebote für berufliche Zwecke noch stärker nutzen, wenn die Apotheken die technische Voraussetzung böten und etwa Tablets bereitstellten. Die Mehrheit der Befragten könne sich zudem vorstellen, dass Apps und Tablets stärker in die Beratung eingebunden werden: So könnte man Kunden anhand von Filmen und Animationen Abläufe und Wirkmechanismen von Medikamenten erklären, was von PTAs als hilfreich erachtet wird.

Der Beratung messen PTA laut Studie einen hohen Stellenwert zu. Alle Befragten halten sie für wichtig, allerdings fühlen sich nur 15 Prozent völlig fit dafür. Als Online-Infoquelle schneiden die Webseiten von Pharmafirmen am besten bei den PTAs ab, 75 Prozent nutzen sie.

Soziale Medien spielen dagegen derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Um Bestellungen kundenfreundlich und reibungslos zu gestalten, wird ein optimierter Rezepte-Service zunehmend wichtig. Kunden können etwa mit dem Smartphone Rezepte abfotografieren, so an ihre Apotheke schicken und später das Produkt abholen.

Praktisch dafür sind Apotheken-Visitenkarten mit QR-Code, so haben die Kunden alle Daten auf ihrem Smartphone griffbereit. (mn)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »