Ärzte Zeitung, 26.05.2009

Vivantes plant Versorgungsnetz für Demenzkranke in Berlin

Klinikärzte sollten Patienten ambulant betreuen

BERLIN (ami). Eine Spezialpflegeeinrichtung für Demenzkranke plant der größte kommunale Krankenhauskonzern Vivantes in Berlin.

Der Neubau ist Teil des umfangreichen Modernisierungsprogramms der insgesamt zwölf Einrichtungen der Vivantes - Forum für Senioren GmbH in Berlin. Das Haus John F. Kennedy mit 180 Pflegeplätzen soll im Sommer 2010 bezugsfertig sein. Die Baukosten beziffert Vivantes auf rund 13 Millionen Euro.

Beim Service soll die Einrichtung HotelStandard erreichen.

Vivantes setzt mit dem Projekt auf ein Rundum-Versorgungsnetz für Demenzkranke auf hohem Service-Niveau. Früherkennung, Diagnostik, ambulante Versorgung, pflegerische Betreuung in Teil- oder Vollzeitformen und individuelle aktivierende Betreuungsmaßnahmen sollen sich ergänzen. Um die medizinische Versorgung der Demenzkranken sicherzustellen, arbeitet das Haus mit dem benachbarten Vivantes Humboldt-Klinikum zusammen.

Geplant ist, dass Krankenhausärzte die Bewohner ambulant am Pflegebett betreuen. Das Pflegepersonal wird für die Betreuung von Demenzkranken extra geschult. In Sachen Service will sich das neue Haus mit einem Hotel messen lassen können. Dabei sei auch an Freizeit- und Alltagsgestaltung gedacht. So sollen Einkaufsmöglichkeiten, ein Friseursalon und ein Studio für Fuß- und Nagelpflege, eine Küche für die Bewohner, ein Komfort-Wohnbereich und ein Stadtteil-Café entstehen.

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