Ärzte Zeitung, 02.12.2009

Kliniken brauchen andere Fehlerkultur

BAD NAUHEIM (reh). Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen hält die Einführung einer neuen Sicherheits- und Fehlerkultur in Kliniken für zwingend notwendig. Dabei geht es den Ärztevertretern um Strategien zur Fehlervermeidung und einen offeneren Umgang mit Mängeln und Fehlern.

Eindeutig wandten sich die Delegierten gegen die bisher übliche Praxis, einen Fehler immer als persönliches Versagen eines Einzelnen zu betrachten und zu ahnden. Erfahrungen und Studien zeigten vielmehr, dass Fehler oft nicht durch einzelne Personen verursacht würden, sondern das Ergebnis systembedingter Organisations- und Kommunikationsmängel seien.

Die Delegierten kündigten zudem an, dass sich die Kammer einer Aufweichung der tarifpolitisch durchgesetzten Arbeitszeitverkürzungen entschieden entgegen stellen werde. Denn die Arbeitszeitverkürzung stelle einen wichtigen Beitrag zur Fehlervermeidung und Patientensicherheit dar.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »