Ärzte Zeitung, 17.08.2010
Den etwa 2100 Krankenhäusern in Deutschland stellt der Bundesgesundheitsminister ein ziemlich dickes Sparschwein vor die Türen: Sollte Röslers Reformentwurf Gesetz werden, würden ihre Budgets in den Jahren 2011 und 2012 um mehr als eine Milliarde Euro gekürzt. Wehrmuttropfen für die Häuser: Auf die Einführung bundeseinheitlicher Preise für Operationen - wie sie die große Koalition geplant hatte - wird verzichtet. Derzeit sind OP-Kosten in Schleswig-Holstein deutlich niedriger als beispielsweise in Rheinland-Pfalz.
Trotz des Zugeständnisses läuft der Klinikverband DKG Sturm gegen die Rösler-Reform. Tenor: "Was die Koalition den Krankenhäusern abverlangt, ist hart und ohne positive Perspektive für die nächsten zwei Jahre." (hom)