Ärzte Zeitung, 15.11.2010

Patient mit Hakenkreuz am Arm: Jüdischer Arzt verweigert Op

Ein jüdischer Arzt weigerte sich, einem Mann mit Hakenkreuz-Tattoo die Schilddrüse zu entfernen. Das durfte er auch, sagt die Ärztekammer.

Patient mit Hakenkreuz am Arm: Jüdischer Arzt verweigert Op

Vorbereitung einer Op im Krankenhaus: In Paderborn sah der Arzt das Tattoo des Patienten erst, als dieser in Narkose lag.

© stoffies / fotolia.com

KÖLN (iss). Im katholischen Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn hat sich ein jüdischer Arzt geweigert, einen Mann zu operieren, der ein großes Hakenkreuz auf dem Oberarm eintätowiert hatte.

Der 36-Jährige lag bereits in der Narkose, ihm sollte die Schilddrüse entfernt werden. Der Mediziner informierte die Ehefrau, dass es ihm unmöglich sei, ihren Mann zu operieren. Die Chefärztin des Krankenhauses übernahm den Eingriff.

Die empörte Ehefrau setzte offenbar die "Bild-Zeitung" von dem Fall in Kenntnis, das "Westfalen-Blatt" nahm die Sache dann auf.

"Bei uns ist bislang keine Beschwerde eingegangen", sagt der Sprecher des Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) Volker Heiliger. Er bezeichnete den Vorgang als außergewöhnlich. Die Kammer müsse in solchen Fällen prüfen, ob sich der Arzt einer Berufsrechtsverletzung schuldig gemacht habe.

Eine solche sieht die Rechtsabteilung der ÄKWL in diesem Fall nicht. Zwar müssten Ärzte in der Regel ohne Ansehen der Person helfen. Es könnten aber "schwer wiegende Rechtfertigungsgründe" vorliegen, die dem Arzt ein Abweichen von diesem Grundsatz ermöglichen, sagt Heiliger.

"Die liegen in diesem Fall offenbar vor." Das Krankenhaus habe zudem umgehend für die Versorgung des Patienten gesorgt. "Es handelte sich nicht um einen Notfall, der Mann war nie in Gefahr", sagt Heiliger.

Das bestätigt eine Sprecherin des Krankenhauses. Sie betont, dass sich der Arzt korrekt verhalten habe. Weitere Auskünfte zu dem Vorgang gibt sie nicht. Die Klinik will die Privatsphäre des Arztes schützen.

[19.11.2010, 09:07:27]
Michel Rodzynek 
Verständlich!
Die Entscheidung des Arztes ist in einer modernen Demokratie mindestens ebenso zu respektieren, wie die Freiheit seiner Bürger, sich mit den Symbolen einer Epoche zu schmücken, die den größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit begangen hat.
Im übrigen ist der Schritt des Arztes medizinisch zu verstehen: Die emotionalen Nebenwirkungen des wenig freudvollen Anblicks des Nazisymbols könnten doch theoretisch die ruhige Hand eines verantwortungsvollen Operateurs beeinträchtigen. Im übrigen war die medizinische Versorgung des „Opfers” allein deshalb nicht gefährdet, weil die OP von einem anderen Chirurg ausgeführt werden konnte.
Mein Fazit: Statt die mir absolut verständlichen Beweggründe des jüdischen Arztes zu diskutieren, sollten wir uns viel mehr über die gesellschaftliche und politische Verantwortung einen Kopf machen. Wie können wir insbesondere insbesondere auch in den Nachkriegsgenerationen nationalsozialistischen Zeitgeist verhindert (ohne ihn zu verbieten). Und wenn wir hier quasi machtlos die Identifikation mit dem braunen Deutschland tolerieren, dann müssen wir wohl erst recht Verständnis für die persönliche Haltung eines jüdischen Arztes haben.  zum Beitrag »
[18.11.2010, 08:45:08]
Dr. Jürgen Fehr 
viel geschrieben....
... doch wo ist der Sinn?
Zitat:
Flucht und Vertreibung von deutschen Juden und anderen deutschen Gruppen im zweiten Weltkrieg:- Zitatende
"nett" formuliert, na wo ist denn dann noch das Problem, "Vertreibung" und "Flucht" rechtfertigen sicher keine solche Reaktion....
Nur gut dass die Chefin ihre -
Zitat christliche , ärztliche Verpflichtungen hervorragend erfüllt,Zitatende hat, wer weiß was sonst passiert wäre. Wo die doch (vielleicht) auch Opfer war - siehe Vertreibung usw....
....

der Sinn .... cui bono ?
 zum Beitrag »
[17.11.2010, 22:07:15]
Dr. Nabil Deeb 
Menschenrecht auf Gesundheit & Entfaltung der Persönlichkeit in unserer Wissenschaftsgesellschaft !!!




Human right to health and personal development of our science in society !



Nabil DEEB
Arzt – Physician – Doctor
PMI-Registered Doctors'Association
53140 Bonn / GERMANY


International ist das Menschenrecht auf Gesundheit auch in Europa anerkannt.

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird in Art. 25 ganz konkret das Recht auf ärztliche Versorgung und Absicherung im Krankheitsfall festgehalten.

Nach dem deutschen Grundgesetz ist die Bundesrepublik Deutschland ein Sozial – Rechtsstaat immer noch trotz der Spekulanten-Weltfinanzkrise.

Jeder Bürger in Deutschland hat gemäß Artikeln 1 ; 3 , 6 ; 19 und 20 des Grundgesetzes ( = GG ) , das Recht auf eine medizinische Versorgung .

Die Bezeichnung als Sozial- oder Wohlfahrtsstaat, bezieht sich nicht auf den Staat allein, sondern auf die, Vermittlung zwischen marktgesellschaftlicher Privatsphäre und rechtsstaatlicher Öffentlichkeit .

Der Sozialstaat steht in der ausgeprägten Pflicht, das womöglich die medizinische Versorgung seiner Bürger gemäß Artikel 12 der Menschenrechte zu garantieren .

Die Unterschiede im Ergebnis der Lebensmöglichkeiten des einzelnen können in der solidarischen Gemeinschaft einer Republik nur so lange als gerechtes Ergebnis individueller Freiheitsbetätigung akzeptiert werden, wie nicht aus den materiellen Ungleichgewichtslagen stahlharte Strukturen der Freiheitsverengung erwachsen. Wenige dürfen nicht selbstherrlich über die Lebensbedingungen der vielen herrschen.

Die Bezeichnung als Sozial- oder Wohlfahrtsstaat, bezieht sich ... nicht auf den Staat allein, sondern auf die, Vermittlung zwischen marktgesellschaftlicher Privatsphäre und rechtsstaatlicher Öffentlichkeit .

Der Sozialstaat steht in der ausgeprägten Pflicht, das womöglich die medizinische Versorgung seiner Bürger gemäß Artikel 12 der Menschenrechte zu garantieren .

Die Unterschiede im Ergebnis der Lebensmöglichkeiten des einzelnen können in der solidarischen Gemeinschaft einer Republik nur so lange als gerechtes Ergebnis individueller Freiheitsbetätigung akzeptiert werden, wie nicht aus den materiellen Ungleichgewichtslagen stahlharte Strukturen der sowohl der Patient als auch der Arzt hat das Recht auf die Entfaltung der Persönlichkeit :-

Gewährleistung des Grundrechtes aus Art. 5 Abs. 1 GG auf die Entfaltung der Persönlichkeit und das öffentliche Informationsinteresse in unserer Wissensgesellschaft :-

Die Freiheit zur Meinungsäußerung ist in Art. 5 Abs. 1 GG grundrechtlich geschützt.

Ziel ist es, dass jeder seine Meinung ohne Angst vor Konsequenzen äußern darf. Grenzen ergeben sich gemäß der drei in Art. 5 Abs. 2 GG genannten Schranken (Schrankentrias) aus:-

1. den allgemeinen Gesetzen,
2. den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Jugend und
3. dem Recht der persönlichen Ehre.

Der Schutzbereich der Meinungsfreiheit: "Meinung" erfasst grundsätzlich jedes Werturteil, jede Ansicht oder Anschauung, unabhängig davon, ob sie private oder öffentliche Angelegenheiten betrifft.
Ausgeschlossen ist der Anwendungsbereich der Meinungsfreiheit für bewusst unwahre Tatsachen.

Allgemeine Gesetze sind alle abstrakt-formulierten Gesetze, d.h. Gesetze, die nicht eine Meinung als solche verbieten und den Schutz eines höherwertigen Rechtsgutes bezwecken. Nach der Definition des BVerfG sind dies Normen, die sich weder gegen die Meinungsfreiheit an sich noch gegen bestimmte Meinungen richten, sondern dem Schutz eines schlechthin, ohne Rücksicht auf eine bestimmte Meinung zu schützenden Rechtsgutes dienen.

Geschützt ist insbesondere die Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Bild. Daneben sind andere Verbreitungsformen möglich.

Ein Eingriff in die Meinungsfreiheit ist gegeben bei jeder Anordnung der öffentlichen Gewalt, durch die die Meinungsäußerung verboten oder behindert wird.


Meinungsfreiheit nach dem internationalen Recht :-

Verankerung der Menschenrechte auf internationaler Ebene
Dokumente der Vereinten Nationen :-

Entscheidend für die Verankerung der Menschenrechte im internationalen Recht war die Erfahrung des Zweiten Weltkrieges, der auch als Folge der ungelösten Probleme im Zusammenhang mit zwischenstaatlichen Minderheitenschutzbestimmungen unter der Ägide des Völkerbunds nach dem Ersten Weltkrieg gesehen wurde. Die internationale Kodifizierung sollte der Staatengemeinschaft Mittel in die Hand geben, Verbrechen an die Menschheit und Vertreibungen in Zukunft zu verhindern, und gleichzeitig die Probleme von staatenlosen Flüchtlingen, die durch nationale Grundrechtskataloge nicht geschützt wurden, lindern.

Erstmals wurden nun Individuen zu Subjekten des internationalen Rechts, das sich zuvor nur auf Staaten bezogen hatte. Bereits in ihrer Gründungscharta von 1945 bekennt sich die United Nations Organization (UNO) zum Schutz der Menschenrechte. Mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 legte die UNO einen umfassenden Katalog vor, der – obwohl nicht rechtsverbindlich – das wohl einflussreichste Dokument in der Entwicklung der Menschenrechte darstellt.

In Artikel 19 hält die Erklärung fest: -

"Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten."

Im Unterschied zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind die beiden 1966 beschlossenen Pakte über bürgerliche und politische Rechte (Informationen zum Pakt über bürgerliche und politische Rechte) sowie über soziale, ökonomische und kulturelle Rechte (Informationen zum Pakt über soziale, ökonomische und kulturelle Rechte) völkerrechtlich verbindlich. Die Aufteilung in zwei Dokumente ist der weltpolitischen Situation des Kalten Krieges geschuldet. Während sich die liberalen Demokratien auf den ersten Pakt konzentrierten, der "klassische" bürgerliche Rechte – vorrangig Abwehrrechte gegenüber dem Staat, zu denen auch die Meinungsfreiheit zählt – definiert, forderten die realsozialistischen Staaten die Ausweitung des Menschenrechtsgedankens auf (kollektive) Rechte im ökonomischen Bereich, die gleichzeitig mit autokratischen Herrschaftssystemen kompatibel bleiben sollten.

Beide Pakte traten erst nach 10 Jahren in Kraft, nachdem die erforderliche Anzahl von Staaten die Pakte ratifiziert hatte.


Europarat :-

Für die Entwicklung der Menschenrechte in Europa ist die vom Europarat 1950 beschlossene Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) von überragender Bedeutung (Text der EMRK), weil sie mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) über ein – auf übernationaler Ebene sonst unerreichtes – wirksames Durchsetzungsinstrument verfügt.

Schutz vor übler Nachrede geht vor Meinungsfreiheit. !

Im Schutzbereich Grundrecht auf Meinungsfreiheit fallen außer Werturteilen auch Tatsachenbehauptungen, sofern sie zur Bildung von Meinungen beitragen können (vgl. BVerfGE 61, 1 <8>; 71, 162 <179>; 99, 185 <197>, stRspr.).
Das Grundrecht aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG ist zwar nicht vorbehaltlos gewährt, sondern steht gem. Art. 5 Abs. 2 GG insbesondere unter der Schranke der allgemeinen Gesetze, zu denen auch die hier angewendeten Vorschriften der §§ 823, 1004 BGB gehören. Jedoch haben die Fachgerichte bei der Auslegung und Anwendung der grundrechtsbeschränkenden Normen des einfachen Rechts die wertsetzende Bedeutung des beeinträchtigten Grundrechts zu berücksichtigen.
Diesem Erfordernis werden die angegriffenen Entscheidungen nicht hinreichend gerecht. Die Gerichte haben zwar nicht verkannt, dass die streitgegenständliche Äußerung dem Schutzbereich der Meinungsfreiheit unterfällt. Ihre Auffassung, dass sie das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Klägers verletze und diesem Grundrecht der Vorrang vor der Meinungsfreiheit des Beschwerdeführers zukomme, ist aber verfassungsrechtlich nicht tragfähig begründet.



Solange Menschen und ihre Regierungen nicht in ihrem Herzen und in ihrem Geist als Gleiche miteinander umgehen, werden die internationalen Dokumente wie die

sog. „“ Allgemeine Erklärung der Menschenrechte „“


in unserer Wissenschaftsgesellschaft nicht viel ändern.!!!



Zum Patient-Chirurg-Problem :-

Jeder ärztliche Heileingriff ist eine Körperverletzung und bedarf somit zur Vermeidung der Haftung der Einwilligung des Patienten. Damit der Patient unter Wahrung seiner Entscheidungsfreiheit wirksam in den Eingriff einwilligen kann, muss er über die mit einem medizinischen Eingriff verbundenen Risiken ordnungsgemäß aufgeklärt werden. Dem Patienten sollen die wesentlichen Eckdaten vermittelt werden, zu beachten ist jedoch, dass immer der Einzelfall maßgeblich ist für die Entscheidung, ob eine ordnungsgemäße Aufklärung erfolgt ist. Es spielen hierfür individuelle Merkmale, wie beispielsweise der persönliche Hintergrund des Patienten, eine Rolle. Die Dokumentation der Aufklärung dient dem Beweis, dass und in welchem Umfang sie durchgeführt wurde.
Die Aufklärung des Patienten muss durch einen Arzt erfolgen. In der Regel sollte der Chirurg, der die Operation durchführt, auch die Aufklärung vornehmen. Ist dies nicht möglich, so kann der Chefarzt bzw. der Oberarzt die Aufklärung an einen erfahrenen Arzt delegieren.. Die Aufklärung muss grundsätzlich persönlich erfolgen, da dem Patienten nur so die Möglichkeit zu Rückfragen gegeben wird.

Der Adressat der Aufklärung soll grundsätzlich der jenige sein, der die Einwilligung in den Eingriff zu geben hat.

Der Patient muss erkenntnis- und entscheidungsfähig sein bei invasiven Eingriffen mindestens 24 Stunden vorher .

Diese Reaktion ist möglicherweise infolge von Traumatisierungen des ablehnenden Chirurgen.

Erklärung zur Traumatisierung :-

Flucht und Vertreibung von deutschen Juden und anderen deutschen Gruppen im zweiten Weltkrieg:-

Die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung in der deutschen
Geschichte und ihre seelische Auswirkungen :-

Die seelischen Auswirkungen von Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Ostgebieten des Deutschen Reichs und aus den besetzten Ländern werden oft nicht erkannt, weder von den Betroffenen selbst noch bei ihren Kindern und Kindeskindern.

Das hat vielfältige Gründe:-

• Die Traumatisierung durch die Schrecken der Flucht, die tödlichen Bedrohungen, der Verlust von Angehörigen, Freunden, Heimat, Vertrautheit haben oft so schwer gewogen, dass darüber nicht zu sprechen war oder nur in stereotypen Erzählungen, die bei den Nachkommen Desinteresse bewirkten.

• Die Umgebung war nicht vorbereitet, befand sich selber in großen Schwierigkeiten durch Krieg, wirtschaftliche Not, Desorientierung.

• Sowohl wenn in der Außenwelt die extreme Schuld der Veranwortlichen und die massenhafte direkte und indirekte Beteiligung an ihnen einigermaßen klar erkannt als auch wenn sie verleugnet wurden, band dies so viel an psychischer Energie, dass die Offenheit für das Schicksal der Flüchtlinge und Vertriebenen noch weiter eingeschränkt wurde.

• Flüchtlinge und Vertriebene trugen in besonderer Weise an der gesamtgesellschaftlichen Schuld - ein Thema, das weit über einen materiellen "Lastenausgleich" hinausging, worüber aber nur unzureichend geredet werden konnte, insbesondere was die seelischen Tiefenschichten betraf.

• Der Kalte Krieg und die Politik der Vertriebenenverbände verstärkten eine Polarisierung zwischen dem Beharren auf den alten Grenzen und denen, welche die neuen Verhältnisse anerkannten. Die einzelnen Flüchtlinge und Vertriebenen hatten es schwer, in dieser Situation mit ihrem individuellen Schicksal gesehen zu werden.

• Flüchtlinge und Vertriebene waren genauso wie diejenigen, die das Glück hatten, ihre Heimat nicht verloren zu haben, in die Schuld des Dritten Reichs verstrickt. Auch von ihnen neigten viele dazu, sich aus der Täter- in die "Opfer"-Rolle zu begeben, also ihr Fluchtschicksal für das Verleugnen und Verschweigen der eigenen Verbrechensbeteiligung zu benutzen. Das aber konnte vielfältige Spannungen insbesondere bei den Kindern erzeugen.

Die bis heute und über die Generationen hinweg wirkenden Folgen von Flucht und Vertreibung sind vielfältig, werden aber immer noch bei weitem zu wenig gesehen. Insbesondere ist daran zu denken, wenn Menschen sich "eigenartig" verhalten, das heißt anders, als man es ansonsten von ihnen erwarten würde, zum Beispiel: unerklärlich aufbrechende Ängste oder depressive Verstimmungen, Finanzprobleme, extreme Sparsamkeit oder Verschwendungssucht, Scheu, sich eine eigene Wohnung zu erwerben, Albträume (auch noch bei Kindern und Enkeln), übertriebene Bescheidenheit, extremer Leistungsanspruch und vieles andere mehr. Natürlich kann das jeweils ganz andere Ursachen haben, doch es wäre wichtig, wenn im Alltag ebenso wie in Psychologie und Pädagogik angesichts von unerklärlich wirkenden Verhaltensweisen und Gefühlszuständen mehr als bisher auch daran gedacht würde, dass es sich eventuell um Spätfolgen von Flucht und Vertreibung handeln könnte.
Wie es häufig vorkommt bei Traumatisierungen, brechen diese unter Umständen selbst nach längerer Zeit noch auf, ausgelöst etwa durch das älter Werden oder durch Situationen, die an damals erinnern.

Eine des öfteren beschriebene erhöhte Reizbarkeit und Ängstlichkeit in Deutschland könnte etwas mit den massenhaften Erfahrungen von Flucht und Vertreibung und mit deren Verdrängung zu tun haben .

Die ähnlichen seelischen Auswirkungen von Flucht und Vertreibung sind bei den Flüchtlingen weltweit bis heute zu beobachten .

Rettung der Situation im katholischen Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn:-

Die junge Kollegin Frau R. D. Chefärztin im katholischen Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn hat ihre christliche , ärztliche Verpflichtungen hervorragend erfüllt, wobei sie die Thyreoidektomie beim jungen Patienten persönlich durchgeführt hat, um Nachteile für alle inkl. KH.-St. Josef zu vermeiden.


Menschenrecht auf Gesundheit & Entfaltung der Persönlichkeit
In unserer Wissenschaftsgesellschaft !


Human right to health and personal development of our science in society !


droit à la santé et le développement personnel de notre science dans la société !


Människors rätt till hälsa och personlig utveckling av vår vetenskap i samhället !


Menneskerett til helse og personlig utvikling av vår vitenskap i samfunnet !



Literatur beim Verfasser .



Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Ihr

Nabil DEEB
Arzt – Physician – Doctor

PMI-Ärzteverein e.V.
Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association .

Department of Medical Research
Département de la recherche médicale

P.O. Box 20 10 53
53140 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

&

Nabil DEEB
Arzt – Physician – Doctor

PMI-Ärzteverein e.V.
Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association

Department of Medical Research
Département de la recherche médicale

P.O. Box 10 01 35
53439 Bad Neuenahr / GERMANY

e.mail: doctor.nabil.deeb.pmi.germany@googlemail.com

or

e.mail: doctor.nabilabdulkadirdeeb@googlemail.com
 zum Beitrag »
[17.11.2010, 14:10:58]
Dr. Jürgen Fehr 
Respekt...
....Herr Kollege für Ihren mutigen Schritt ( die Chefin an den Tisch zu bitten hätte sich nicht jeder getraut).

Das Tatoo wurde vermutlich vorher schon bemerkt, aber vom Untersucher (Stationsärztin/arzt oder Anästhesistin/Anaesthesist) nicht als OP-Hindernis eingestuft. Kannten die den Kollegen nicht gut genug, so groß ist das Krankenhaus doch nicht - oder?
Richtig ist: wir sollten jedem Patienten ohne Rücksicht auf Geschlecht, Rasse oder polit. Überzeugung helfen. Richtig ist auch dass der Kollege offenbar damit leben kann, Enkel-Kinder von Menschen zu behandeln, die seine Groß-Eltern mittel- oder unmittelbar ermordet haben. Nachvollziehbar, wenn er es nicht täte, hochanständig, dass er es tut.
Hier liegt die Sache aber anders: der Patient hat ja ganz freiwillig seine Zustimmung zu verbrechen und Massenmord an einer gut sichtbaren Stelle seines Körpers für alle dokumentiert. Jedes Tatoo lässt sich entfernen, ein Hakenkreuz mit ein bisschen Tatowierfarbe ins Gegenteil verkehren (Sie kennen das Bild mit dem Mülleimer?). Das Festhalten am Bild spricht doch beredt gegen eine "Jugendsünde".
Außerdem, es lag ja nie eine Gefährdung des Pat. vor, es gab ja alternative Operateure, die vielleicht keine Mordopfer in der Familie zu beklagen hatten.

Fazit bleibt: Man hätte die ganze Sache durch ein bisschen Nachdenken und einen kreativen Umgang mit dem OP-Plan vermeiden können. Dem Kollegen kann ich zu seinem Mut nur gratulieren. zum Beitrag »
[16.11.2010, 21:06:45]
Dr. Michael Ammen 
schwer wiegende Rechtfertigungsgründe?
Ein in Narkose liegender Patient hat irgendwann in seinem Leben - vielleicht vor vielen Jahren in einer jugendlichen Verwirrung - sich ein Hakenkreuz tätowieren lassen. Der Operateur weiß sonst nichts über den Patienten oder seine heutige Gesinnung, zudem ist zu jung,um an der Judenverfolgung beteiligt gewesen zu sein. Ein "schwer wiegender Rechtfertigungsgrund", ist das sicherlich nicht, sondern Behandlung nach - vermuteter - Gesinnung, mithin ein eklatanter Verstoß gegen jede ärztliche Ethik.  zum Beitrag »
[16.11.2010, 12:58:18]
Dr. Stefan Krüger 
Warum nicht vorher bemerkt?
Mir stellt sich bei diesem Fall vor allem eine Frage: Warum wurde das Hakenkreuz am Oberarm nicht präoperativ bemerkt, sondern erst auf dem OP-Tisch? Wurde der Patient nicht untersucht? Was wäre gewesen, wenn er statt der Tätowierung eine große eiternde Wunde am Oberarm gehabt hätte? Bei einer elektiven und aseptischen Schilddrüsenoperation? Dann hätte man die Operation wirklich abbrechen müssen. zum Beitrag »

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