Ärzte Zeitung, 22.11.2010

Deutsche Biobanken vernetzen sich via Online-Projektportal

BERLIN (gvg). Die deutschen Biobanken wollen sich vernetzen. Ein gemeinsames Projektportal soll die Gewebeproben besser für die Forschung zugänglich machen.

Biobanken sammeln im Rahmen von Studien Gewebeproben aller Art. Weil diese Gewebeproben mit individuellen Patienteninformationen verknüpft sind, sind sie ein wahrer Schatz für die medizinische Wissenschaft. Es ist allerdings ein Schatz, der nur mühsam erschlossen werden kann. Denn bisher werkeln die diversen deutschen Biobanken jeweils separat vor sich hin.

Am Montag geben sechs Biobanken, darunter die der Greifswalder SHIP-Studie und die des Kompetenznetzes HIV/AIDS, gemeinsam mit dem Fraunhofer IBMT und der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte Forschung (TMF) den Startschuss für ein bislang einmaliges Projekt: ein Portal, das sämtliche Bestände künftig per Internet erschließt.

Basis dafür ist unter anderem ein ausgefeiltes Datenschutzkonzept, das in den vergangenen Jahren konzipiert und realisiert wurde. Mittelfristig sollen mit dem Portal alle großen Biobanken erschlossen werden, die im Deutschen Biobanken-Register der TMF registriert sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »