Ärzte Zeitung, 29.11.2010

Innovationspreis für Freiburger Uniklinik

FREIBURG (ava). Das Projekt des Universitätsklinikums Freiburg für teleassistierte Nachsorge für nierentransplantierte Patienten wurde jetzt mit dem "Karl Storz Innovationspreis für Telemedizin" ausgezeichnet. Das teilte die Klinik mit.

Ziel des Projekts ist es, Patienten, die am Freiburger Klinikum die Niere eines Spenders mit einer ungleichen Blutgruppe erhalten haben, in ihrer häuslichen Umgebung zu versorgen. Bei Auffälligkeiten wird ein Alarm ausgelöst.

Die Patienten können zudem rund um die Uhr direkt Kontakt mit den Betreuenden im Transplantationszentrum aufnehmen. 50 Patienten nehmen an dem Projekt teil, das im Juli 2010 startete. Ab Januar 2011 werden die ersten Patienten von zu Hause aus ihre Daten in ein interaktives Terminal eingeben.

"Das bringt nicht nur eine Zeit- und Kostenersparnis ohne Einbußen bei der Versorgungsqualität", sagt Przemyslaw Pisarski, Leiter der Sektion Transplantationschirurgie am Transplantationszentrum Freiburg.

"Die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verbessert sich und zugleich werden überfüllte medizinische Einrichtungen entlastet." Zudem können Abstoßungsreaktionen und Infektionen viel früher als bisher erkannt werden. "Dies verlängert die Organfunktion und das Patientenüberleben."

Pisarski glaubt, dass die in Freiburg gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Bereiche im Gesundheitswesen übertragen werden können. Er hofft zudem, dass die Krankenkassen die teleassistierte Nachsorge für nierentransplantierte Patienten auch bundesweit als Regelleistung in ihren Leistungskatalog aufnehmen.

Nach Klinikangaben wurde in Freiburg im Jahr 2004 die erste Lebendnierentransplantation bei ungleichen Blutgruppen durchgeführt. Bis heute sind 64 Patienten erfolgreich operiert worden. Im Jahr 1968 wurde am Universitätsklinikum Freiburg die erste Niere erfolgreich transplantiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »