Ärzte Zeitung, 08.02.2011

Henke: Zweibettzimmer kosten viele Milliarden

BERLIN (hom). Ein Totalumbau der Kliniken in Zweibettzimmer ist laut CDU-Gesundheitsexperte Rudolf Henke ohne milliardenschweres Investitionsprogramm nicht zu machen.

Zusätzliche Zweibettzimmer erforderten mehr Raumkapazitäten, wenn man nicht die Bettenzahl radikal reduzieren wolle, sagte Henke in Berlin.

Ein Abbau der Bettenkapazitäten führe aber "zwangsläufig" zu längeren Wartezeiten. Henke, der auch die Gewerkschaft Marburger Bund anführt, ging damit indirekt auf Distanz zu Plänen seines Parteikollegen Jens Spahn, der die Unterbringung in Dreibettzimmern für unzeitgemäß hält.

"Patienten würde mehr Komfort im Krankenhaus sicherlich gut tun", betonte Henke. "Wer aber so tut, als könne eine generelle Umstellung der Krankenhäuser auf Zweibettzimmer ohne zusätzliche Geldmittel erfolgen, lügt sich in die Tasche."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »