Ärzte Zeitung, 18.05.2011

Uni Greifswald bietet Einblicke in Medizinberufe an

GREIFSWALD (di). Abiturienten mit einem medizinischen Berufswunsch können ab September ein bezahltes Überbrückungsjahr (ÜfA) in den Greifswalder Universitätskliniken absolvieren. Ziel ist ein authentischer Einblick in medizinische Berufe.

"Somit kann auch Interesse für ein künftiges Medizinstudium geweckt werden", sagte Greifswalds Studiendekan Professor Claus-Dieter Heidecke.

Absolventen mit Hochschulreife können im Überbrückungsjahr, das sich künftig unter dem Dach des geplanten Bundesfreiwilligendienstes einordnen soll, ihren Studien- oder Berufsausbildungswunsch wahlweise neun oder zwölf Monate in der klinischen Praxis prüfen.

Das neue Angebot bietet auch die Chance, die eigenen Zugangsvoraussetzungen für die angestrebte Ausbildung zu verbessern und verschiedene Beschäftigungsfelder in der Gesundheitsbranche kennenzulernen.

Der Einsatz erfolgt auf einer Station oder einer Intensivstation. Das Überbrückungsjahr startet mit einem Schulungsprogramm in Greifswald. Während der Tätigkeit sind Hospitationen in der Krankenversorgung, Forschung und Lehre möglich.

Die Teilnehmer erhalten eine monatliche Vergütung von rund 600 Euro. Die Kapazität liegt bei 30 bis 50 Plätzen, die vorrangig für Bewerber aus Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stehen.

Das Überbrückungsjahr gilt auch als anerkanntes Pflegepraktikum. Zusätzlich zu dieser Sonderform ausschließlich für Abiturienten gibt es in der Universitätsmedizin weiterhin das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und künftig auch den Bundesfreiwilligendienst, der hauptsächlich als weiterentwickelte Ersatzmaßnahme für den ehemaligen Zivildienst gedacht ist: www.bundes-freiwilligendienst.de

[19.05.2011, 09:06:22]
Dipl.-Med Alexander Hopman 
Hervorragend
Endlich mal etwas mit Sinn!!! In diesem Studium wird man ausreichend ausgenutzt. Das Schlimmste war, ist und bleibt das Pflegepraktikum. Was soll ein zukünftiger Herzchirurg monatelang in der Pflege einer Geriatrie?!? Das ist wegen Pflegekräftemangel innenpolitisch motivierte Volksver*schung. Glückwunsch, Greifswald. So zieht man sich motivierte Mitarbeiter heran, die dem eigenen Hause vielleicht sogar treu bleiben. RESPEKT UND ACHTUNG VOR DEN STUDENTEN! Immer noch der beste Weg (siehe Kliniken in USA, dort wird im Umkehrschluss auch von Studenten verlangt: Perfekter Kittel und Krawatte ab dem 1. Semester, nix da, Rastalocke. So geht das.) zum Beitrag »

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