Ärzte Zeitung, 01.10.2011

Frühwarnsystem soll Pflegepersonal unterstützen

HAMBURG (di). Elektronische Frühwarnsysteme sollen die zunehmende Arbeitsverdichtung und Personalknappheit auf den Pflegestationen von Krankenhäusern kompensieren. Philips stellte auf der Medica Preview in Hamburg ein solches System vor.

Der tragbare IntelliVue MP5SC Spot-Check Monitor unterstützt das Pflegepersonal mit einem Frühwarnsystem, das sie schnell über Veränderungen von Vitalparametern bei Patienten informiert.

Üblicherweise werden Vitaldaten wie Herzrhythmus oder Blutdruck nur alle paar Stunden gemessen. Das neue System gleicht diese Werte automatisch mit festgelegten Sollwerten ab und warnt nach einem Ampelsystem über Auffälligkeiten.

Damit entfällt eine manuelle Datenerfassung. Patienten können mit kabellosen Sensoren versehen werden und sind in ihrer Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt.

Das Gerät hilft zugleich bei der Einordnung, ob es sich um einen Risikopatienten handelt oder nicht. Damit bietet es eine Kombination aus Früherkennung und Entscheidungshilfe.

Hintergrund des neuen Produktes ist die immer frühere Verlegung von Intensivpatienten auf Normalstationen. Das Pflegepersonal wird auf diese Weise mit immer kränkeren Patienten konfrontiert, die eine engmaschige Überwachung benötigen.

Zugleich berichten viele Kliniken aber von einer Arbeitsverdichtung für das Pflegepersonal, dem keine Zeit für eine lückenlose Überwachung bleibt.

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