Ärzte Zeitung, 09.11.2011

DIMDI veröffentlicht endgültigen OPS 2012

KÖLN (eb). Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat auf seiner Website www.dimdi.de die endgültige Fassung des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) für 2012 veröffentlicht.

Über 300 Vorschläge aus Fachgesellschaften und von Fachleuten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und Kliniken sowie zusätzliche Anforderungen aus der Weiterentwicklung des Entgeltsystems für Krankenhausleistungen sind in die neue Version eingeflossen.

Präzisere und differenziertere Verschlüsselung

Viele Prozeduren können mit der neuen Version präziser und differenzierter verschlüsselt werden. Der OPS ist eine Grundlage für das pauschalierende Vergütungssystem der German Diagnosis Related Groups (G-DRG).

Prozeduren müssen im ambulanten und stationären Bereich nach dem OPS verschlüsselt werden. In der vertragsärztlichen Versorgung sind ausschließlich die im Anhang 2 des einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) aufgeführten Codes zu verwenden. Ärzte und Dokumentare in den Krankenhäusern sind verpflichtet, Operationen und Prozeduren nach den Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) der Selbstverwaltungspartner, die für das G-DRG-Vergütungssystem zuständig sind, zu kodieren.

Einige wichtige Änderungen

Weiterentwicklung und Pflege des Vergütungssystems und der Kodierrichtlinien liegen in der Verantwortung des InEK (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus), dem deutschen DRG-Institut.

Die Kodierung von Operationen und sonstigen Prozeduren erfolgt auf Basis des Systematischen Verzeichnisses des OPS, den das DIMDI herausgibt. Das zugehörige Alphabetische Verzeichnis erleichtert die Arbeit mit dem OPS in der Praxis.

Wichtige Änderungen im Systematischen Verzeichnis des OPS 2012:

Aufnahme eines neuen Zusatzkodes für die Reoperation an Lunge, Bronchus, Brustwand, Pleura, Mediastinum und Zwerchfell und Streichung der Kodes für die Rethorakotomie und die Rethorakoskopie

Überarbeitung der Kodes für die Implantation, den Wechsel, die Entfernung und die Korrektur eines Herzschrittmachers oder Defibrillators

Ergänzung der Kodes für die Art der Markierung bei der Exzision von Lymphknoten und Unterteilung der axillären Lymphadenektomie nach der Anzahl der Level

Umfangreiche Überarbeitung der Kodes für die Osteosyntheseverfahren an der Wirbelsäule

Neustrukturierung des Bereichs Operationen an der Mamma

Überarbeitung des Pflegekomplexmaßnahmenscores (PKMS)

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