Ärzte Zeitung, 27.02.2012

Klinikmanager rufen nach Staatshilfe

KIEL (di). Krankenhäuser im Norden rufen nach finanzieller Entlastung - und halten Unterstützung der Politik angesichts der Überschüsse für selbstverständlich.

Bei einem parlamentarischen Abend der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein (KGSH) sagte Georg Baum von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG): "Die Politik muss uns jetzt helfen, weil sie uns hilfsbedürftig gemacht hat. Die Grundlage für die Kürzung ist nicht mehr gegeben."

Baum verwies auf eine drohende Deckungslücke in Höhe von einer Milliarde Euro, die durch Tarifsteigerungen entstehe.

Unter Klinikmanagern im Norden erhielt Baum Unterstützung. Bernhard Ziegler, Verwaltungschef aus dem Klinikum Itzehoe, unterstrich: "Das Geld ist im System und die Krankenhäuser brauchen es. Es ist unter falschen Annahmen heraus gespart worden."

Kein Verständnis zeigte Baum für Politiker, die Einsparungen mit dem Hinweis auf die Gewinne von Krankenhäusern rechtfertigen.

Baum stellte klar: "Gewinne sind die Voraussetzung dafür, dass sich Kliniken weiter entwickeln können. Ich bin nicht bereit, mich dafür zu entschuldigen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »