Ärzte Zeitung, 25.06.2012

Neues Großlabor in der Entstehung

Das Labor Berlin vergrößert seine Basis in Hessen. Durch die neue Kooperation entsteht ein neues Großlabor.

BERLIN/FRANKFURT (ami). Das Labor Berlin der Uniklinik Charité und des kommunalen Klinikriesen Vivantes hat mit dem Klinikum Frankfurt Höchst eine umfangreiche Kooperationsvereinbarung zur Gründung des Labors Rhein-Main abgeschlossen.

Der Verbund will die labormedizinische und mikrobiologische Versorgung von öffentlichen Krankenhäusern in Rhein-Main ausbauen.

Dr. Christof Kugler, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Frankfurt Höchst erwartet aus der Kooperation, dass in Frankfurt innovative labormedizinische Techniken eingeführt werden. Vor allem die mikrobiologische Diagnostik für Frankfurter Patienten will er verbessern.

Das Labor Berlin bezeichnete Kugler als "Erfolgsmodell in der Labororganisation". Labor Berlin wurde Anfang 2011 als erstes Gemeinschaftsunternehmen von Charité und Vivantes gegründet und übertrifft vom Start weg Gewinn- und Umsatzerwartungen.

Es erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 46,7 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter an 13 Standorten in der Hauptstadt.

Weiteres Ausbaupotenzial vorhanden

Im Rhein-Main-Gebiet versorgt das Labor bereits das Klinikum Offenbach. Dr. Christian Friese, Finanz- und Personal-Geschäftsführer von Labor Berlin kündigte an, dass das Berliner Großlabor künftig auch Leistungen nach Frankfurt liefern wird.

Das neue Labor Rhein-Main werde "Einkaufsynergien im Verbund nutzen und damit die wirtschaftliche Basis optimieren", so Friese.

Dabei kann die Kooperation mit dem Klinikum Höchst auch der Anfang für Größeres sein. Strategie- und Labormanagement-Geschäftsführer von Labor Berlin Florian Kainzinger sieht weiteres Ausbaupotenzial.

 "Durch die Gründung von Labor Rhein-Main entsteht eine Plattform, die von weiteren Kliniken der Region genutzt werden kann", so Kainzinger.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »