Ärzte Zeitung, 15.01.2013

Braunschweig

15 Kliniken schmieden Protestbündnis

BRAUNSCHWEIG. 15 Krankenhäuser in der Region Braunschweig haben in einem Appell "sofort politische Hilfe" gefordert, "um die zuverlässige Versorgung der Patienten weiter sicherzustellen".

Unterstützt wird das "Protestbündnis" von Kliniken aller Trägerformen. Krankenhäuser in Niedersachsen erhielten 44 Euro weniger für die Behandlung eines Patienten als im Bundesdurchschnitt.

Der Erlösnachteil habe sich 2012 niedersachsenweit auf 97 Millionen Euro addiert. 2013 werde sich die wirtschaftliche Lage noch verschlechtern, hieß es. Der "wirtschaftliche Druck belastet spürbar sowohl die Beschäftigten und damit auch die Krankenversorgung", teilte die Allianz der Kliniken am vergangenen Donnerstag mit.

Die Personal- und Sachkosten würden im laufenden Jahr voraussichtlich um mehr als vier Prozent zunehmen.

Gründe dafür seien Tariferhöhungen, steigende Energiekosten und Versicherungsprämien sowie der medizinische Fortschritt und neue gesetzliche Vorgaben. Dagegen könne der durchschnittliche Preis für Krankenhausleistungen aufgrund gesetzlicher Vorgaben nur um maximal zwei Prozent steigen. (fst)

[15.01.2013, 14:42:46]
Dr. Eberhard Wochele 
Den letzten beißen die Hunde
Mal sehen wer dann die Zeche bezahlt.
Wahrscheinlich wieder die niedergelassene Ärzteschaft, denn die Krankenhaussen werden den Patienten noch früher entlassen.
Klingelts nicht schon wieder! "nach gesetzlichen Vorgaben" sind
Erhöhungen nur im 2 % zugelassen.
Wer macht denn die Gesetze.
Haben wir Planwirtschaft oder freie Marktwirtschaft ?
In der Gesundheitswirtschaft von Frau Merkel sollten auch die Unternehmen Krankenhäuser direkt abrechen lernen und die niedergelassenen Ärzte sowieso ! Dann hört der ganze Spuk auf.
Die Politik ist nicht der Freund des Arztes und des Krankenhauses.
Diese Politik spricht mit zwei Zungen.
Vor dem Volk als Helfer in der Not und
Hintenherrum verkauft sie dem Teufel alles was Geld bringt, in diesem Fall die Krankenhäuser und demnächst auf die freie Ärzteschaft.
Die dicke Rechung kommt dann hinterher.
Ich höre die Herren schon sagen: aber wir haben doch nur die Rahmenbedingungen geschaffen, keiner von uns konnte wissen, wie schlimm sich das entwickeln konnte. Lügen haben kurze Beine. Nach der Wahl ist nichts wie vor der Wahl.
Ein kleines Beispiel der Hilfe der Politik für die Krankenhäuser:
Herr Bahr peitscht ein völlig überflüssiges Gesetz durch (Arzt/Patienten/Recht). Folge: die Zürcher Versicherung kündigt 200 Krankenhäuern und 13 Universitätskliniken die Haftpflichtversicherung. Folge: drastische Erhöhung der nachfolgenden Versicherungsprämie.
Gewinn: in der Versicherungsbranche und im Steuersäckel 19% Mehrwertsteuer. Folge: die Krankenhäuer und wahrscheinlich auch die niedergelassen Ärzte haben das Nachsehen. Bösen Spiel sage ich da nur.
Hände weg von der Politik ! Weg vom maroden System. Direktabrechung auch in den Krankenhäusern, nicht nur beim eingeflogenen Schah aus dem persichen Golf ( der zahlt nicht immer, wie man hört) Wenn sich der Patient vor Ort drum kümmer, bleibt der Krankenkasse nichts anderes übrig.
So einfach wäre Ärztepolitik. Und das noch zum Gemeinwohl, denn ich möchte nicht wissen wie viel Geld in den Kassen für unnütze Dinge ausgegeben wird. Das würde dann sicher auch eingeschränkt werden.
Wovor haben wir denn Angst. Die Patientne zu verlieren. Nein die wären uns dankbarer denn jetzt. zum Beitrag »

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