Ärzte Zeitung, 28.01.2013

Einbeck

Klinik wird durch Bürger wiederbelebt

EINBECK. Das insolvente Sertürner Krankenhaus im niedersächsischen Einbeck ist vorläufig gerettet. Viele Bürger der Kleinstadt mit rund 33.000 Einwohnern hatten sich für den Erhalt des 116-Betten-Hauses starkgemacht.

Möglich gemacht hat dies eine Initiative von zehn vermögenden Familien im Raum Einbeck, die neben Chefarzt Dr. Olaf Städtler zu den Gesellschaftern der Klinik gehören.

Sie haben Berichten zufolge über 500.000 Euro aufgebracht, die der neuen Trägergesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Der Förderkreis erwarte keine Rendite, hieß es.

Weitere stille Teilhaber sollen dazukommen. Die Klinik soll künftig als "Einbecker Bürgerhospital" firmieren. Bisher gehört das Haus zum AWO Landesverband Sachsen-Anhalt.

Nachdem das Krankenhaus im Dezember kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stand, hat der Landkreis Northeim vor wenigen Tagen den Weg für die Beteiligung der Stadt Einbeck freigemacht.

Die Kommune zahlt 500.000 Euro als Investitionszuschuss und zeichnet zudem eine stille Beteiligung von 2,5 Millionen Euro. Der Landkreis wiederum übernimmt eine Ausfallbürgschaft in Höhe von einer Million Euro.

Rund 40 von bisher 280 Mitarbeitern werden im Zuge der Sanierung des Krankenhauses entlassen. Für die übrigen Beschäftigten ist ein Lohnverzicht von 8,5 Prozent vereinbart worden, hieß es. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »