Ärzte Zeitung online, 02.09.2013

Kliniken

Asklepios leidet unter hohen Kosten

Mehr Patienten behandelt - aber weniger verdient: Die Bilanz des privaten Hamburger Klinikkonzern Asklepios für die ersten sechs Monate 2013 fällt durchwachsen aus.

HAMBURG. Höhere Energie-, Versicherungs- und Personalkosten drücken die Ertragslage des privaten Klinikbetreibers Asklepios: Im ersten Halbjahr 2013 sank der Gewinn nach Steuern um 19 Prozent auf 45 Millionen Euro.

Mit rund einer Million Patienten wurden 5,6 Prozent mehr behandelt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Zuwachs kam "allein aus dem ambulanten Bereich", heißt es. Der Umsatz erhöhte sich dadurch um 2,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

Dr. Ulrich Wandschneider, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung, kündigte an, "in der Asklepios-Gruppe alle Möglichkeiten zu nutzen, die Leistungsstärke und Effizienz unserer Häuser weiter zu erhöhen".

"Steigerung des operativen Ergebnisses in Sichtweite

So etwa sei man dabei, mit einem Effizienzprogramm ("nextStep") "verstärkt konzerneinheitliche und standortübergreifende Prozesse zu etablieren".

Im zweiten Halbjahr, so hofft das Asklepios-Management, soll das Umsatzwachstum noch einmal zulegen und gleichzeitig erste Effizienzmaßnahmen greifen. Dann käme auch "eine Steigerung des operativen Ergebnisses in Sichtweite", heißt es.

Erklärtes Ziel für das Gesamtjahr sind zwei bis vier Prozent mehr Umsatz und eine Zunahme auf Ebene des Betriebsgewinns. (cw)

Topics
Schlagworte
Klinik-Management (11262)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »