Ärzte Zeitung App, 22.12.2014

Klinikmanagement

Charité-Neubau im Zeit- und Kostenplan

Der groß angelegte Umbau an der Berliner Uniklinik Charité läuft nach Plan, so der Vorstand.

BERLIN. Die Berliner Uniklinik Charité liegt bei ihren Großbaumaßnahmen am Bettenhochhaus in Berlin-Mitte im Zeit- und Kostenplan. Das teilte der Vorstand der Charité mit.

Im November hat die Montage der neuen, hellen Fassade begonnen. Sie besteht aus mehr als 2000 fein gegliederten Elementen aus Aluminium. Bisher sind rund 350 montiert.

Zu der 20.500 Quadratmeter großen Fassadenfläche gehört auch eine Wärmedämmung, die hohe Energieeffizienz bringen und damit die Umwelt schonen soll.

Der Fassadenentwurf stammt vom Hamburger Büro SAA Schweger Architekten. Er ging 2012 als Sieger aus einem nichtoffenen Wettbewerb der Charité und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hervor.

Ungewöhnlich ist laut Charité, dass die Rückbau- und Montagearbeiten kurz nacheinander jeweils in der obersten Etage begonnen haben. Diese Arbeitsweise spare mehrere Monate Bauzeit, teilte Deutschlands größte Uniklinik mit.

Die drei mal sechs Meter großen Fassadenplatten des asbest- und MFC-verseuchten DDR-Plattenbaus sind inzwischen bis zur sechsten Etage zurückgebaut. Auch im Inneren ist das Gebäude den Angaben zufolge fast vollständig entkernt.

Rund 12.000 Tonnen Bauschutt hat die Entkernung bisher produziert. Diese Arbeiten sollen bis Ende Januar abgeschlossen sein. Dann folgen laut Plan die Trockenbauarbeiten.

Für die Charité stellt die Sanierung des Bettenhochhauses ein Schlüsselprojekt zur Umsetzung des Masterplans dar. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten haben im Januar 2014 begonnen und sollen Ende 2016 beendet sein.

In der Zwischenzeit werden die Patienten in der sogenannten Campusklinik versorgt, die 2013 aus Containern auf dem Campus Mitte der Charité errichtet wurde.

Angegliedert an das Bettenhochhaus entsteht zugleich ein neuer Notfalltrakt mit OP und Intensivstation. Zum Projekt gehört auch die Erneuerung der Verbindungsbrücke über die Luisenstraße.

Die Kosten für den gesamten Komplex am Campus Charité Mitte sind mit rund 202,5 Millionen Euro veranschlagt. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »