Ärzte Zeitung, 30.06.2015

Tablets auf Station

Klinikalltag in Bonn wird fast papierlos

BONN. Es wird nicht mehr lange dauern, bis der Einsatz von Tablet-PC im Krankenhaus oder in der Arztpraxis zur alltäglichen Routine wird. Davon geht der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom Timotheus Höttges aus.

Der Gesundheitsbereich gehöre zu den Sektoren, in denen die Digitalisierung massiv an Bedeutung gewinnt, sagte Höttges am Montag vor Journalisten in Bonn.

Gerade im deutschen Gesundheitswesen sei der Nachholbedarf noch groß, etwa im Vergleich zur Automobilindustrie. In Ländern wie Skandinavien oder den USA seien digitale Informationssysteme schon viel weiter verbreitet. "Das ist einfach die Zukunft", betonte er.

Das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn hat in Zusammenarbeit mit der Telekom ein digitales Informationssystem installiert. Auf 80 Prozent der Stationen sind Patientenakten aus Papier Vergangenheit. Ärzte und Pflegekräfte arbeiten ausschließlich mit iPads mini und haben immer Zugriff auf die relevanten Informationen.

Das gebe dem medizinischen Personal mehr Zeit für die Patienten, sagte der Ärztliche Direktor der Klinik Dr. Jochen Textor. "Außerdem erhöht es die Patientensicherheit." (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »