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Stabsstelle

Uniklinik Mannheim setzt bei Hygiene auf Neustart

Die Unimedizin Mannheim richtet im Nachgang zu ihrem Hygieneskandal eine Stabsstelle für Krankenhaushygiene ein.

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MANNHEIM. Die im vergangenen Jahr durch einen OP-Hygieneskandal in die Schlagzeilen geratene Universitätsmedizin Mannheim (UMM) hat zum 1. Juli eine neue Stabsstelle für Krankenhaushygiene eingerichtet. Leiter der Stabsstelle ist der Krankenhaushygieniker Klaus Schröppel.

"Wir haben die Krankenhaushygiene direkt bei der Geschäftsführung angesiedelt, damit sie über größtmögliche fachliche Unabhängigkeit und Durchsetzungskraft verfügt", erläutert der ärztliche Direktor und Geschäftsführer des Klinikums, Professor Frederik Wenz.

Bereits im Dezember hatte Wenz im Interview mit der "Ärzte Zeitung" angekündigt, im ersten Schritt mit einem Neuanfang in der Sterilgutaufarbeitung verlorenes Vertrauen wiedergewinnen zu wollen.

Schröppel sei in allen hygienerelevanten Belangen im gesamten Klinikum weisungsbefugt. Gemeinsam mit Dr. Klaus-Peter Becker, Oberarzt am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, sowie dem Team der Hygienefachkräfte berate und unterstützte er bei allen Fragen zu Infektionsprävention sowie hygienischen Strukturen und Prozessen.

Mit der Neuorganisation führe die Mannheimer Universitätsmedizin Krankenhaushygieniker und Hygienefachkräfte, die bisher am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene angesiedelt waren, in einer zentralen Stabsstelle zusammen.

"Mein Team und ich sorgen dafür, dass die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Infektionsprävention in den hygienischen Strukturen und Prozessen des Klinikums umgesetzt werden", versichert Schröppel. Zusammen mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene und der Geschäftsführung werde auch der Fortbildungsbedarf in Sachen Hygiene für die Mitarbeiter eruiert.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Ausbildung zusätzlicher Fachkräfte. So sollen unter anderem weitere Hygiene-Ingenieure, Hygiene-Fachkräfte und Hygiene-Assistenzärzte ausgebildet werden.

Grundlage der Arbeit des Krankenhaushygienikers sind das Infektionsschutzgesetz (IfSG), die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) sowie die Verordnung des Sozialministeriums Baden-Württemberg über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygVO). (maw)

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