Ärzte Zeitung, 14.05.2013

Exportchance

Angola weitet medizinische Versorgung aus

LUANDA. Für deutsche Gesundheitsanbieter tun sich in Angola nach der Wiederwahl von Präsident Eduardo dos Santos im vergangenen Jahr erhebliche Exportchancen auf. Davon geht zumindest die deutsche Außenhandelsagentur Germany Trade & Invest (gtai) aus.

Wie gtai meldet, beinhalte das Programm der wiedergewählten angolanischen Regierung eine Verbesserung und Ausweitung staatlicher Leistungen für die Bevölkerung landesweit.

Dies umfasse vor allem Zugang zu sauberem Trinkwasser, Strom und Gesundheitsversorgung. In diesen Bereichen seien verstärkte Investitionen zur besseren Befriedigung der Grundbedürfnisse vorgesehen.

Ein wichtiger Versorgungsbereich mit besonders hohem Nachholbedarf ist laut gtai der medizinische Sektor. Wie Gesundheitsminister José Van-Dunem hierzu erklärt habe, sehe sich die Regierung verpflichtet, die Gesundheitsleistungen landesweit auszubauen.

Bei dem Nationalen Gesundheitsentwicklungsplan stehe das Prinzip der Dezentralisierung im Vordergrund. "Strategie der Regierung ist es, Gesundheitsdienstleistungen so nahe wie möglich dort anzubieten, wo die Menschen leben und arbeiten", wird der Minister in Berichten seines Hauses zitiert.

Nach Ansicht des Ministers habe die Dezentralisierung der Gesundheitsdienste die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung bereits erheblich verbessert.

Jedoch denke die Regierung, heißt es laut gtai, auch über die Einführung weiterer Maßnahmen nach, um die kommunalen Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung weiter auszubauen.

Dem Ministerium zufolge seien 2012 insgesamt 198 Gesundheitseinrichtungen instandgesetzt und 256 neue Gesundheitsstationen gebaut worden.

Ferner seien 97 neue Ambulanzfahrzeuge in Dienst gestellt, 329 Motorräder und 57 Lkw angeschafft sowie 229 Kühlschränke zur Aufbewahrung von Impfstoffen erworben worden. (maw)

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