Ärzte Zeitung, 17.07.2015

Schutz vor Cyberattacken

Bundesrat billigt neues IT-Gesetz

BERLIN. Nachdem das IT-Sicherheitsgesetz im Juni den Bundestag passiert hat, wurde es nun vom Bundesrat gebilligt.

Damit müssen auch Krankenhäuser und andere größere Gesundheitseinrichtungen ihre IT-Systeme künftig besser vor Cyberangriffen schützen.

Das Gesetz verpflichtet Betreiber von kritischen Infrastrukturen, Attacken auf ihre Computer-Systeme unverzüglich dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu melden. Und Sicherheitslücken zügig zu beheben.

Dabei werden auch die Software-Hersteller zur Mitwirkung verpflichtet. Ein Zuwiderhandeln wird mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro geahndet.

Als kritisch gelten Infrastrukturen dann, wenn die sie betreibende Einrichtung wesentlich für das öffentliche Leben ist und eine Störung oder ihr Ausfall drastische Folgen haben würde.

Das gilt etwa für Energie- und Telekommunikationsnetze, Banken, Behörden, aber auch Kliniken. Arztpraxen sind von dem Gesetz nicht betroffen. (reh/dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »