Ärzte Zeitung, 22.01.2016

Datenschutz

IT-Verträge auf Safe-Harbor screenen

NEU-ISENBURG. Praxen und Kliniken, die mit einem IT-Hersteller einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag geschlossen haben, sollten dringend ihre Verträge prüfen, so der Bundesverband Gesundheits IT (bvitg).

Der Grund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum Safe-Harbor-Abkommen, das seit dem Jahr 2000 den Datentransfer zwischen US-Unternehmen und europäischen Anbietern regelt.

Nachdem der EuGH dieses Abkommen nun für ungültig erklärt habe, sei damit auch die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Mindeststandards bei Safe-Harbor-Verträgen nicht mehr gegeben.

Und dafür hafte der ärztliche Leistungserbringer als Dateninhaber. Die Verträge sollten daher abgeändert werden.Auslöser war die Klage eines Facebook-Nutzers aus Österreich.

Der EuGH kam mit seinem Urteil zu dem Ergebnis, dass US-Unternehmen nicht garantieren können, dass amerikanische Behörden keinen uneingeschränkten Zugriff auf übertragene personenbezogene Daten haben. (reh)

Positionspapier mit Tipps für IT-Verträge von bvitg und Datenschützern: http://tinyurl.com/j27uzbu

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Immer mehr importierte Infektionen

Malaria ist nicht nur ein Problem weit entfernter Reiseländer: In Deutschland war die Zahl der importierten Erkrankungen im Jahr 2015 so hoch wie noch nie seit Beginn der Meldepflicht. mehr »

Im Trend sind Teilzeitarbeit und Festanstellung

Insgesamt ist zwar die Zahl der Ärzte in Deutschland gestiegen. Die Zahl derjenigen, die ambulant tätig sind, blieb allerdings unverändert. Das geht aus der aktuellen Ärztestatistik 2016 hervor. mehr »

Deutlich mehr Leistungen

Die Neudefinition der Pflegebedürftigkeit führt zu mehr Leistungsempfängern und zusätzlichen Pflegeleistungen – vor allem für gerontopsychiatrische Patienten. mehr »