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"Bild"-Zeitung: Ein guter Arzt schaut nicht aufs Geld

BERLIN (ava). Wie erkenne ich einen guten Arzt? Die "Bild"-Zeitung hat jetzt gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine Checkliste entwickelt, mit der Patienten "gute Ärzte" identifizieren können.

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Darin heißt es unter anderem: "Wenn die Praxis nach der Kassenzugehörigkeit fragt, bevorzugt sie eventuell Privatpatienten - das ist nicht gut fürs Vertrauensverhältnis zum Arzt. Die medizinische Versorgung sollte im Mittelpunkt stehen, keine ökonomischen Interessen."

Ein weiteres Kriterium für einen guten Arzt seien kurze Wartezeiten (unter 30 Minuten) und ein Wartezimmer frei von Werbe-Flyern oder Werbe-Fernsehen für IGeL. Die Begründung: Der Arzt solle kein Verkäufer sein, sondern behandeln und heilen.

An IGeL verdiene er zusätzliches Geld. "Wird dieser Aspekt in den Vordergrund gestellt, leidet das Arzt-Patienten-Verhältnis", so die Meinung der "Bild"-Zeitung.

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 04.05.201121:12 Uhr

"Bild"-Zeitung: Ein guter Arzt arbeitet nur noch für Gotteslohn?

Wie dumm ist das denn? "Wenn die Praxis nach der Kassenzugehörigkeit fragt, bevorzugt sie eventuell Privatpatienten"?? J e d e GKV-Vertragsarztpraxis ist v e r p f l i c h t e t, nach der GKV-Kasse der Patienten zu fragen und sich die Versichertenkarte aushändigen zu lassen. Und wenn die mal wieder nicht dabei ist, muss meine Mitarbeiterin manchmal endlos bei der angegebenen Kasse hinterhertelefonieren, um endlich eine Versicherungsbestätigung zugefaxt zu bekommen. Dann geht oft die Suche nach der Quittung über die im laufenden Quartal gezahlte Praxisgebühr los, bis der Patient endlich bei seinem "Doktor" mal "zu Potte kommt".

Es ist superpeinlich, dass die "Bild"-Zeitung gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mal wieder keinen Schimmer davon hat, was qualifizierte hausärztliche Versorgung in Stadt und Land, in sozialen Brennpunkten und anderswo bedeutet.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z. Zt. Bergen aan Zee NL)

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