Ärzte Zeitung, 15.10.2014

Teilzeitbeschäftigung

Kardiologen bangen um die Versorgung

BERLIN. Der Mangel an Kinderbetreuung in der Kardiologie könnte langfristig die medizinische Versorgung in Deutschland gefährden. Darauf verweist die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK).

Sie hat in ihrer Statuserhebung "Familie und Kardiologie" herausgefunden, dass schon jetzt 59 Prozent der Kardiologinnen mit Kindern in Teilzeit arbeiten. Die Ärztinnen reagieren damit auf den Mangel an Kinderbetreuung in den Kliniken sowie auf die schlechte Ausstattung bestehender Einrichtungen.

Da die Mehrheit der Medizinstudenten weiblich ist, werde der Anteil der Teilzeitbeschäftigten weiter steigen, heißt es in einer Mitteilung.

Angesichts des drohenden Ärztemangels könne dies langfristig die medizinische Versorgung in Deutschland zusätzlich beeinträchtigen.

Staat und Gesellschaft seien aufgefordert mehr Studien- und Weiterbildungsstellen vorzuhalten oder vermehrt in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu investieren. (wer)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstlicher Arm bald so gut wie biologischer

Eine Armprothese so zu bewegen wie das eigene Fleisch und Blut – Forscher aus London und Göttingen sind dem einen wichtigen Schritt näher gekommen. mehr »

Jeder sechste Todesfall durch Diabetes.

Diabetes wird als Todesursache unterschätzt. Jeder sechste Deutsche stirbt nach aktuellen Studiendaten letztlich an Folgen der Zuckerkrankheit. mehr »

TK beauftragt E-Patientenakte bei IBM

Der TK geht die Entwicklung bei der Telemedizin zu langsam. Jetzt startet die Kasse eine eigene Initiative. Partner ist IBM. mehr »