Ärzte Zeitung, 19.12.2014

Lohnuntergrenze

Für MFA gilt mehr als der Mindestlohn

NEU-ISENBURG. Ab dem 1. Januar gilt die gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde. Dies betrifft allerdings in der Regel nicht die Medizinischen Fachangestellten (MFA), wie der Verband der medizinischen Fachberufe (VmF) auf seiner Website klarstellt.

Für alle Praxismitarbeiter, die derzeit nach dem aktuellen Gehaltstarifvertrag für MFA vergütet werden, liege der Stundenlohn grundsätzlich über dem nun festgelegten Mindestlohn. Genauer verdienen MFA seit April dieses Jahres in Tätigkeitsgruppe I und den ersten Berufsjahren 10,08 Euro pro Stunde bzw. 1683,14 Euro pro Monat.

Allerdings kann der Mindestlohn für nicht-medizinisches Praxispersonal gelten. Ärzte sollten sich dazu genau informieren, denn das Bundeskabinett hat nun eine zusätzliche Verordnung erlassen, mit der Arbeitgeber verpflichtet werden, für bestimmte Arbeitnehmer die Arbeitszeit exakt zu dokumentieren.

Der Gehaltstarifvertrag für MFA gilt übrigens in jedem Fall für MFA, die Musterarbeitsverträge der Ärztekammer haben, denn dort ist der Bezug zum Tarifvertrag in der Regel genannt. (reh)

Topics
Schlagworte
Personalführung (2962)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »