Direkt zum Inhaltsbereich

Personalplanung

Zahl der befristeten Verträge sinkt

Arbeitsverträge werden laut aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes seltener befristet als früher. Im Gesundheitswesen kommt es auf die Sparte an.

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sinkt die Zahl der befristeten Arbeitsverträge in Deutschland. 2014 sei nur noch jeder zwölfte Arbeitnehmer ab 25 Jahren auf Zeit beschäftigt gewesen, der Anteil der befristet Beschäftigten sei damit seit 2011 von 8,9 Prozent auf 8,1 Prozent zurückgegangen auf insgesamt noch drei Millionen.

Das Statistische Bundesamt bezieht seine Daten von der Europäischen Statistik-Datenbank Eurostat, die bei der Erhebung allerdings nicht nach dem konkreten Beruf gefragt hat, sondern lediglich nach Beschäftigungsebene gliedert.

In der Gesundheitsbranche sind befristete Verträge allerdings ein Dauerthema, das geht aus Zahlen des Marburger Bundes hervor. "Wir haben zuletzt in unserer repräsentativen Mitgliederbefragung 2010 nach der Befristung des Arbeitsverhältnisses gefragt", berichtet Sprecher Hans-Jörg Freese.

Damals hatten von allen befragten Mitgliedern beziehungsweise angestellten Ärzten 39 Prozent einen befristeten Arbeitsvertrag. 80 Prozent der Assistenzärzte gaben an, befristet beschäftigt zu sein. "Nach unserer Einschätzung hat sich an dieser Situation nichts grundlegend geändert", sagt Freese.

Anders gestaltet sich die Situation bei den Medizinischen Fachangestellten. "Erfahrungsgemäß ist das Problem mit der Befristung in unseren Bereichen nicht vorhanden", sagt Heike Rösch, Sprecherin des Verbandes medizinischer Fachberufe. Denn: "MFA werden kaum befristet eingestellt."

Grund dafür sei neben der guten Arbeitsmarktsituation die Arbeitsstruktur: "Medizinische Fachangestellte arbeiten häufig in kleinen Betrieben, in denen im Prinzip kein Kündigungsschutz vorhanden ist", erklärt Heike Rösch. "Da macht dann auch eine Befristung weniger Sinn." (aze)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann

Lesetipps
Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck

Eine Frau in den Wechseljahren leidet unter Hitzewallungen.

© Diane Diederich / Getty Images / iStock

Über eine Million Datensätze

Wie die Menopause Körperprozesse beeinflusst