Ärzte Zeitung, 27.09.2007

KOMMENTAR

Mundpropaganda ist die beste Werbung

Von Monika Peichl

Erstaunlich, wie viele Webportal-Betreiber meinen, dass sie mit Arztbewertungen Geld verdienen können. Die Idee ist, dass hohe Nutzerzahlen die Werbekundschaft anlocken. Es dürfte allerdings noch dauern, bis diese Rechnung aufgeht - wenn überhaupt. Je mehr Portale im Netz stehen, desto mehr verliert sich die spärliche Gesamtzahl der Einträge in den Weiten des Internets.

Deshalb sollten sich niedergelassene Ärzte, die auf einer Website schlecht benotet sind, nicht grämen. Die Bewertung lesen die wenigsten ihrer Patienten oder potenziellen Patienten. Und es ist sehr leicht, eine Bewertung durch weitere Einträge zu konterkarieren. Keine dieser Websites ist gegen Manipulation gefeit. Dass dies ihre Schwachstelle ist, dürfte auch allen halbwegs intelligenten Nutzern aufgehen. Da lässt man sich lieber von Verwandten oder Freunden einen Arzt empfehlen.

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