Ärzte Zeitung, 24.06.2008

TIPP DES TAGES

Sprachbarrieren mit Toleranz begegnen

Wer einen ausländischen Patienten behandelt, der nur wenig Deutsch versteht, muss darauf achten, dass die Informationen auch ankommen. Das gilt vor allem fürs Aufklärungsgespräch über Behandlungsrisiken und auch über die zu erwartenden Kosten einer Behandlung.

Eine Aufklärung, die ein Patient nicht verstanden hat, lässt sich im Zweifel rechtlich anfechten. Um die Sprachbarrieren möglichst niedrig zu halten, sollte eine Atmosphäre geschaffen werden, in der sich die fremdsprachigen Patienten gut und nicht als Ballast fühlen.

Daher sollte das Praxisteam immer in einer zwar möglichst einfachen, aber trotzdem normalen Sprache mit den Migranten sprechen. Und falls nötig, sollte ein Dolmetscher hinzugezogen werden. Bevor ein Dolmetscher eingeschaltet wird, sollte allerdings immer erst geklärt werden, wer ihn bezahlt, um späteren Konflikten vorzubeugen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »