Ärzte Zeitung, 19.05.2009

Ärzte setzen sich ein für Krebsprävention

GÖTTINGEN (maw). Mit einem offenen Brief propagieren vier Ärzte in Göttingen aktiv die Krebsvorsorge. Der Brief ist die empörte Antwort auf einen Artikel des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", der den Sinn von Präventionsmaßnahmen in Zweifel zog (wir berichteten).

In der Ausgabe 17/2009 vom 20. April ließen die Spiegel-Autoren kein gutes Haar an der Krebsvorsorge. In ihrem offenen Brief, der auch im Internet zum Download bereitsteht, weisen die vier Verfasser - eine Gynäkologin, ein Dermatologe, ein Urologe und ein Internist - nachdrücklich auf das tatsächliche Früherkennungspotenzial der Krebsprävention hin.

Die Göttinger Ärzte, die Mitglieder im Verein "Ärzte für ambulante Prävention und Rehabilitation" sind, kritisieren vor allem die einseitige Beleuchtung der Präventionsgegner. "Den hohen Qualitätsstandard der aktuellen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen abzuqualifizieren, indem die Datenlage früherer Jahre ins Feld geführt wird, entspricht vielleicht der Denkweise einer praxisfernen Schreibtischmedizin, aber nicht der täglichen Realität in Klinik und Praxis", heißt es in dem offenen Brief zu der Präventionskritik im "Spiegel".

Der offene Brief als Download: http://praevention-goettingen.de/images/Spiegel/stellungnahme_spiegelartikel.pdf

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »