Ärzte Zeitung, 27.05.2010

Arzthelferinnen wollen bei Ausbildung mitwirken

NEU-ISENBURG (reh). Der Verband medizinischer Fachberufe (VmF) fordert von Ärzten die Einbeziehung in alle Prozesse, die mit Aus- und Fortbildung von Medizinischen Fachangestellten (MFA) zu tun haben. Dabei zielt der VmF auf den Beschluss des 113. Ärztetages ab, der die Kammern dazu aufruft, verstärkt Maßnahmen einzuleiten, mit denen eine ausreichende Zahl von auszubildenden MFA gewonnen werden kann.

Und mit denen die Fortbildungsqualität sichergestellt werden soll.
Der Verband begrüßt diesen Beschluss. Vor allem weil er einerseits auf den drohenden Fachkräftemangel und andererseits auf die noch stärkere Einbeziehung Medizinischer Fachangestellter in die medizinische Versorgung zur Entlastung der Ärzte verweise. "Wir sehen diese Abstimmung als Anerkennung der Leistungen der Berufsangehörigen und als Zeichen dafür, dass die Ärzte sich ihrer Aus- und Weiterbildungsverantwortung bewusst sind", so VmF-Präsidentin Sabine Ridder in einer Mitteilung des Verbandes.

Das Ansinnen des VmF: "Wir fordern die Einbeziehung des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. in alle Prozesse, die mit Aus- und Fortbildung zu tun haben", sagte Ridder. Als Sozialpartner sei der Verband in den Prüfungs- und Berufsbildungsausschüssen der Kammern vertreten. Die Arbeit dort ziele darauf ab, die Prüfungsordnungen für Aus- und Weiterbildungen so zu gestalten, dass sie den hohen Ansprüchen an die Qualifikation und Kompetenzen der Medizinischen Fachangestellten gerecht werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Schwarze Liste der gefährlichsten Bakterien

Gegen welche resistenten Bakterien müssen weltweit am dringlichsten neue Antibiotika entwickelt werden? 70 Experten aus der ganzen Welt haben hierzu Stellung genommen. Das Ergebnis hat die WHO jetzt als Liste publiziert. mehr »

Gefälschter Gentest-Befund narrt Ärzte

Auch einem Gentest darf man nicht immer glauben, zumindest nicht dem Papier mit dem Befund. Denn das lässt sich leicht manipulieren. So machte eine Patientin aus "keine Mutation" mal eben "eine Mutation". mehr »

Wenn Kinder zu erwachsenen Patienten werden

Die bessere Vernetzung spezialisierter Zentren ist nur ein Schritt, um junge Patienten mit seltenen Erkrankungen optimal zu behandeln. Zu selten wird noch ein strukturierter Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin bedacht. mehr »