Ärzte Zeitung, 06.09.2010

Arztnavigator: Methodik der Befragung

"Mehrfachbewertungen sind ausgeschlossen"

"Mehrfachbewertungen sind ausgeschlossen"

Jürgen Graalmann, AOK.

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Bei der Telefonaktion der "Ärzte Zeitung" konnten Leser Fragen zum neuen Arztnavigator stellen. Anrufer fragten zum Beispiel:

Sind Patienten überhaupt in der Lage, einen Arzt kompetent zu bewerten?

Graalmann: Untersuchungen zeigen, dass Patienten sich bei der Arztwahl besonders für soziale und kommunikative Aspekte interessieren. Patienten ist es wichtig, wie weit der Arzt auf ihre Fragen eingeht oder ob seine Erklärungen verständlich sind. Zudem legen Patienten Wert darauf, wie sehr sie der Arzt in die Entscheidung einbezieht. So etwas können Patienten gut beurteilen.

Natürlich sind wir uns bewusst, dass die Erfahrungen der Patienten nur ein Baustein sind, um die Qualität eines Arztes zu beurteilen. Dennoch können sie bereits eine verlässliche Orientierung bei der Arztsuche liefern.

Was unterscheidet Ihr Portal von Bewertungsportalen, die es schon gibt?

"Mehrfachbewertungen sind ausgeschlossen"

Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler, Weisse Liste.

© ill

Schmidt-Kaehler: Unser Ziel ist es, ein Portal neuer Qualität zu entwickeln, das eine Orientierungshilfe für die Arztsuche ist. Unser Anspruch betrifft sowohl die Qualität des Fragebogens, den wir wissenschaftlich entwickelt haben, als auch den Schutz vor Manipulationen. Für das Projekt wurde ein spezielles Registrierungsverfahren entwickelt, bei dem sich die Versicherten mit ihrer Krankenversichertennummer für die Befragung anmelden können. So schließen wir Mehrfachbewertungen eines Arztes aus. In anderen Portalen kann man sich mit einer E-Mail-Adresse registrieren, davon könnte ein Einzelner jedoch mehrere haben.

Können nur AOK-Versicherte eine Bewertung abgeben?

Schmidt-Kaehler: Zunächst können nur AOK-Versicherte eine Bewertung abgeben, das ist richtig. Es ist aber ausdrücklich vorgesehen, das Projekt für andere Krankassen und damit auch für deren Versicherte zu öffnen. Das wird spätestens 2012 der Fall sein.

Die Telefonaktion der "Ärzte Zeitung" fand im Rahmen der Medienpartnerschaft mit der AOK und der Weissen Liste am 1. Septmber in der Redaktion statt.

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